Presse

09.12.2011

Ziemlich smart: Das Haus denkt mit

Nie wieder vergessen, die Heizung beim Lüften herunter zu drehen: Intelligente Gebäudeausstattung hilft beim Energiesparen

Wer heute baut oder umfangreicher modernisiert, kann sich entscheiden: Möchte er die Heizung in jedem Raum per Hand regulieren und die Rollläden abends eigenhändig herunterlassen – oder soll eine moderne Gebäudesystemtechnik diese und viele weitere Tätigkeiten übernehmen? Sie macht aus einem „normalen“ Haus ein „intelligentes“ Haus, denn sie vernetzt und automatisiert die verschiedenen gebäudetechnischen Funktionen. Das intelligente Haus übernimmt vollkommen selbstständig tägliche Routineanwendungen und hilft durch automatisierte Abläufe beim Energiesparen, wobei man natürlich trotzdem stets manuell eingreifen kann. Ein alltägliches Problem: Wird zuhause gelüftet, müssen die Heizkörperventile herunter gedreht werden, ansonsten geht wertvolle Energie verloren. Nicht aber im intelligenten Haus: Die schlaue Technik denkt mit und reguliert die Heizung automatisch, sobald ein Fenster gekippt wird. Sind außerdem Sensoren eingebunden, die den CO2-Gehalt der Raumluft messen, meldet die intelligente Haustechnik sogar, wann gelüftet werden muss, beziehungsweise steuert auf Wunsch selbsttätig die Fenster. „Eine konventionelle Elektroinstallation bietet wenig Flexibilität, weil sie aus vielen Einzelsystemen besteht. Mit einer vernetzten Haustechnik hingegen haben die Bewohner vielfältige Möglichkeiten, ihren Alltag komfortabel und individuell zu gestalten und Energie effizient zu nutzen“, so Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+.

Der Fachmann kann im automatisierten Haus Szenen für bestimmte Situationen oder Stimmungen programmieren. „Mit nur einem Knopfdruck stellt sich dann beispielsweise das Haus für das Abendessen ein: Das Licht über dem Esstisch geht an und das Radio spielt Musik. Mit einem Gute-Nacht-Schalter werden die Lichter im Haus aus-, die Nachtischlampen im Schlafzimmer ein- und alle gewünschten Geräte ausgeschaltet. Die Heizung in allen Räumen wird nach unten reguliert und die Alarmanlage aktiviert“, so Zander. Ein weiteres praktisches Detail: Durch einen zentralen Schalter lassen sich beim Verlassen des Hauses die komplette Beleuchtung, die Audio- und HiFi-Geräte sowie Haushaltsgeräte, zum Beispiel die Kaffeemaschine, gleichzeitig ausschalten. Die Heizung kann auf Energiesparmodus gefahren werden und von unterwegs können die verschiedenen Funktionen bequem über ein Smartphone gesteuert werden.

Das steckt dahinter

Basis dieser umfassenden Vernetzung ist entweder ein Bussystem (zum Beispiel auf KNX-Basis) oder eine drahtlose Zwei-Wege-Funktechnologie. Sämtliche gebäudetechnischen Komponenten werden mit einer Art „Nervensystem“ verbunden, in dem alle Informationen über entsprechende Schnittstellen untereinander verteilt werden. Intelligent wird dieses System durch das Zusammenspiel von Sensoren und Aktoren, also Steuer- und Regeleinrichtungen wie Raumtemperaturregler, Bewegungssensoren, Regen-, Wind- und Außentemperatur- oder Helligkeitssensoren sowie automatische Motorantriebe für die Rollläden und Jalousien.

Energiesparen im vernetzten Haus

Mit einer Gebäudesystemtechnik lässt sich auch eine Menge Energie einsparen. Die Heizung oder Klimaanlage kann mit Zeit- und Temperatursensoren gekoppelt werden, die die Jalousien und Rollläden automatisch herunterfahren. Im Winter bleibt so die Wärme abends im Raum, im Sommer schützt die Jalousie vor zu starker Erwärmung durch Sonneneinstrahlung. Das Einsparpotenzial bei der Heizenergie durch eine Einzelraumregelung, die für optimale Temperaturen in den verschiedenen Räumen sorgt, liegt beispielsweise bei bis zu 30 Prozent. Eine automatisierte Beleuchtung mit Präsenzschaltung senkt ihren Verbrauch um bis zu 25 Prozent. Studien haben ergeben, dass in einem vernetzten Haus insgesamt bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden können.

Für den Ausstattungsumfang der Elektroinstallation legt die Norm DIN 18015-2 Mindestanforderungen fest. Diese betreffen beispielsweise die Anzahl der Steckdosen, T elekommunikations- und Antennenanschlüsse. Darüber hinaus definiert die Richtlinie RAL-RG 678 „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden“ neuerdings weitere Ausstattungsstandards mit intelligenter Gebäudesystemtechnik, die zusätzlichen Komfort bringen und helfen, die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen. Die entsprechend definierten Ausstattungsmerkmale werden neu als „plus-Ausstattungswerte“ bezeichnet.

Weitere Informationen unter www.elektro-plus.com.

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