Presse

12.04.2013

Warmwasserversorgung von der Heizung trennen

Experten empfehlen dezentrale Erwärmung mit elektronischen Durchlauferhitzern

Kochen, Putzen, Waschen, Duschen oder ein schönes langes Bad: Die Warmwasserversorgung ist in unserem Alltag so selbstverständlich wie elektrisches Licht. Allerdings verbraucht das wohlig warme Nass deutlich mehr Energie als beispielsweise die Beleuchtung und ist nach der Heizung sogar der größte Verbrauchsposten im Haushalt. Das kann an alten T echniken mit zentraler Warmwasserversorgung liegen, welche meist über die Heizungsanlage durch fossile Brennstoffe wie öl und Gas betrieben wird. Dezentrale Systeme mit modernen elektronischen Durchlauferhitzern sind eine sinnvolle Alternative und bergen große Einsparpotenziale. Eine Heizungsmodernisierung ist der richtige Zeitpunkt, um über diese energiesparende und verbrauchsnahe Lösung für die Warmwasserversorgung nachzudenken. Dann sollte man die Heizung von der Warmwasserversorgung trennen und elektronische Durchlauferhitzer an jeder Entnahmestelle installieren. So wird nur die tatsächlich benötigte Wassermenge auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Diese zeitgemäße Alternative der Versorgung verhindert zudem Energieverluste: „Wird das Wasser direkt an der Zapfstelle erwärmt, entfallen sowohl die Speicherung von großen Wassermengen als auch lange Rohrleitungen, um das erwärmte Wasser zur Zapfstelle zu bringen. Bei zentralen Anlagen geht durch diese Speicherung und Verteilung des warmen Wassers viel Energie verloren“, so Jörg Gerdes von der Initiative WäRME+. „In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit zentraler Erwärmung über die Heizungsanlage machen diese Verluste 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs aus.“ Sind die Warmwasserbereitung und die Heizung voneinander getrennt, muss letztere auch nicht länger die Leistung für die Warmwasserversorgung aufbringen. Im Sommer kann die Heizung komplett abgeschaltet werden. Außerdem hat diese Versorgungslösung ein zusätzliches Gesundheitsplus: Da das warme Wasser nicht gespeichert wird, können sich hier die gefährlichen Legionellen-Bakterien nicht vermehren.

Aus diesen Gründen sollte man das kostensparende Konzept der elektronischen Durchlauferhitzer nicht nur bei Neubauten in Erwägung ziehen. Die Geräte können auch bei Renovierungen beinahe jeden anderen W armwasserspeicher ersetzen. Die Umrüstung ist auch schrittweise möglich, ohne Beeinträchtigung der Wohnqualität. Die kompakten Warmwassergeräte können unauffällig in Schränken, Nischen oder hinter einer speziellen Verkleidung versteckt angebracht werden. Je nach individuellen Anforderungen und Einsatzort ist eine Vielzahl an Modellen erhältlich, die sich auf die individuellen Bedürfnisse einstellen.

Dezentrale Trinkwassererwärmung lohnt sich mehrfach

Ein weiterer Vorteil der Trennung von Heizung und Warmwasserversorgung: Da der Anteil von Strom aus regenerativen Quellen in Deutschland stetig wächst, sinken durch den Einsatz elektronischer Durchlauferhitzer die CO2-Emissionen zukünftig noch weiter. Werden die modernen Warmwassergeräte außerdem mit thermischen Solaranlagen gekoppelt, sind weitere Energieeinsparungen möglich.

Die entscheidenden Vorteile der dezentralen Wassererwärmung mit modernen Durchlauferhitzern hat die Initiative WäRME+ in einem informativen Videoclip veranschaulicht. Unter https://www.youtube.com/user/WAERMEplus kann der Film kostenlos angesehen, geteilt oder auf der eigenen Internetseite eingebunden werden.

Weitere Informationen und die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) hat WäRME+ in der Broschüre „Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen durch dezentrale elektronische Warmwasserversorgung“ zusammengestellt. Diese steht unter www.waerme-plus.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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