Presse

24.08.2011

Warmes Wasser aus der Umwelt

Die Initiative WÄRME+ gibt Tipps für eine effiziente Warmwasserbereitung.

Jeden Tag wird in Deutschland literweise warmes Wasser zum Kochen, Waschen, Geschirrspülen, Baden oder Duschen verbraucht. Diese Warmwasserbereitung hat einen Anteil von zwölf Prozent am Energieverbrauch in privaten Haushalten und kommt damit gleich nach dem Heizen. Das geht unweigerlich zu Lasten der Umwelt und auch der Haushaltskasse. Um diese zu schonen und eine möglichst hohe Energie- und Kosteneffizienz zu erzielen, empfiehlt die Initiative WÄRME+ Hausbesitzern und Bauherren, bei der Warmwasserbereitung auf Umweltwärme zu setzen. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Trinkwasser mit Umweltwärme zu erwärmen, zum Beispiel mit einer Solarthermieanlage“, so Peter Koß von der Initiative. „Voraussetzung für einen wirklich effektiven Einsatz sind dabei Energiespeicher oder zusätzliche Wärmeerzeuger. Sie können schwankende Erträge, die bedingt durch die Jahreszeit entstehen, ausgleichen.“

Im Sommer reicht die Solaranlage

Ganze 60 Prozent des Warmwasserbedarfs im Haushalt können mit Solarenergie abgedeckt werden. „Im Sommer kann die Wärme zur Wasserbereitung fast ausschließlich über eine thermische Solaranlage bereitgestellt werden. Reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, muss das Wasser durch einen Wärmeerzeuger nacherwärmt werden. Dafür eignen sich zum Beispiel elektronische Durchlauferhitzer, die dezentral in der Nähe der Zapfstelle installiert werden und von der Heizungsanlage unabhängig sind“, weiß Koß. Das Wasser wird gradgenau erhitzt und steht sofort, wenn der Hahn geöffnet wird, in der optimalen Temperatur zur Verfügung. Dabei sorgt die Elektronik dafür, dass nur so viel und so lange nacherwärmt wird, wie die Wärme aus dem Solarspeicher ausreicht. Weiterer Vorteil: Anders als bei der ebenfalls möglichen Nacherwärmung im Solarspeicher entstehen keine kostspieligen Wärmeverluste durch lange Leitungswege. Zudem verbrauchen elektronische Durchlauferhitzer keine Speicherenergie.

Warmwasser aus der Kellerluft

Für eine effiziente Erwärmung des Trink- und Brauchwassers eignet sich auch die Warmwasser-Wärmepumpe. Sie ist ausschließlich für die Warmwasserbereitung konzipiert. Zwei Drittel des Energiebedarfs deckt das System durch kostenlose Umweltwärme ab. Das Gerät findet im Keller oder Hausarbeitsraum Platz. „Gut geeignet sind Räume, die oft ungewollt beheizt werden, z. B. von Gefrierschränken, Wäschetrockner, Waschmaschine oder der Heizungsanlage. Dieser Umgebungsluft entzieht das Gerät Wärme. Die hier gewonnene Energie wird zur Warmwasserbereitung mittels eines integrierten Speichers genutzt. Gleichzeitig kann dem Keller oder dem Raum, in dem das Gerät steht, Feuchtigkeit entzogen und somit werden mögliche Bauschäden vermieden“, erklärt Peter Koß. Warmwasser- Wärmepumpen sind eine sinnvolle und kostengünstige Alternative zur Solaranlage. In Kombination mit einer Fotovoltaikanlage hingegen kann über die Warmwasser- Wärmepumpe die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöht werden. Auch die Lüftungsanlage eignet sich zur effizienten Warmwasserbereitung, denn sie sorgt dafür, dass frische Luft direkt in die Räume strömt, die verbrauchte Luft aber gleichzeitig abgesaugt wird. Der Energieinhalt dieser Abluft kann für die Erwärmung von Wasser verwendet werden.

„Wer allerdings seine alte Heizung sowieso austauscht, sollte sich gleich für eine Heizungs-Wärmepumpe entscheiden. Sie nutzt die Kraft der Sonne, also gespeicherte Wärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, um den Wohnraum zu beheizen und warmes W asser bereit zu stellen“, so Koß. In einem thermodynamischen Kreislauf „fängt“ sie die kostenlose Umweltwärme ein. Dabei wird drei bis fünf Mal so viel Heizwärme aus der Umwelt gewonnen, wie Strom als elektrische Antriebsenergie nötig ist.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.waerme-plus.de.

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