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26.11.2014 / ELEKTRO+

Tipps für eine sichere Weihnachtsbeleuchtung

Bei Lichterketten auf geprüfte Sicherheit setzen / LED-Beleuchtung am sparsamsten / Brandgefahr durch FI-Schutz und Rauchmelder bannen.

Alle Jahre wieder erstrahlen Häuser und Wohnungen zur Adventszeit im hellen Lichterglanz. Aber egal ob Kerzen oder elektrische Lichterketten, die stimmungsvolle Beleuchtung kann schnell zur Gefahr werden und Kurzschlüsse oder Brände auslösen. Das belegen auch die Statistiken: Laut GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) entstehen zum Jahresende rund 40 Prozent mehr Brandschäden als in den übrigen Monaten. „Um die Gefahr vor Unfällen und Schäden an Haus und Bewohner zu minimieren, sollte man hinsichtlich der Weihnachtsbeleuchtung einige Sicherheitsaspekte beachten“, erläutert Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+. Mit folgenden Tipps lässt sich die Advents- und Weihnachtszeit sorglos genießen:

Lichterketten: Auf Gütesiegel achten

In Sachen Lichterketten sollten Verbraucher stets auf geprüfte Qualität setzen. Die anerkannten Prüfsiegel GS- beziehungsweise VDE-Zeichen garantieren, dass die Lichtdekorationen die europäischen Sicherheitsanforderungen einhalten. Wenn die Lichterkette im Freien verwendet wird, wo sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, sollte sie außerdem das Kennzeichen IP 44 aufweisen. „Von Billig-Produkten unbekannter Herkunft sollte man die Finger lassen. Hier gibt es oft gar keine Sicherheitsprüfung und es drohen Schwelbrände durch überhitzte Kabel oder defekte Birnen“, warnt Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+. Kommt die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Vorjahr zum Einsatz, sollte diese vor der Verwendung gewissenhaft auf Beschädigungen überprüft werden. Wichtig: Beim Austausch einer kaputten Glühbirne unbedingt auf die zugelassene Wattstärke achten. Stärkere Birnen können schnell eine hohe Hitze entwickeln und so zu Bränden führen.

FI-Schutz in Steckdosen nachrüsten

Trotz Vorsichtsmaßnahmen kann eine Lichterkette dennoch einmal defekt sein. Dann verhindert ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) gefährliche Stromunfälle. Er überwacht den Isolationszustand der elektrischen Anlage sowie der angeschlossenen Elektrogeräte und unterbricht bei Abweichungen sofort die Stromzufuhr. Ist kein FI-Schalter vorhanden, kann dieser auch nachträglich noch in die Steckdose, an der die Lichterkette angeschlossen werden soll, integriert werden. Ein Elektrofachmann wechselt hierfür einfach die vorhandene Steckdose gegen eine mit FI-Schutz aus. Eine schnelle und einfache Alternative sind transportable FI- Schutzschalter, die wie ein Adapter zwischen die Lichterkette und die Steckdose geschaltet werden.

Energiesparender Lichterglanz

Wer nicht nur seinen Weihnachtsbaum beleuchtet, sondern auch Fenster, Dach oder den Garten mit Lichtern dekoriert, sollte auf den Stromverbrauch achten. Die auf der Produktverpackung angegebene Wattzahl gibt darüber Auskunft. LED- Lichterketten sind die energiesparendste Variante der Weihnachtsbeleuchtung. Sie gibt es inzwischen auch in warmen und stimmungsvollen Farben, passend zur Weihnachtszeit. Ein weiterer Vorteil: LED-Lampen werden nicht so heiß und können daher auch gefahrlos in der Nähe von Papier, Stoffen oder ähnlichen trockenen Materialien verwendet werden. Praktisch für stimmungsvollen Glanz im Außenbereich sind Lichterketten mit Solarzellen. Am Tag lädt sich der integrierte Akku über das Sonnenlicht auf, sobald es dunkel wird, schaltet sich das Licht dann automatisch an.

Brandgefahr durch Rauchmelder bannen

Was wäre die Adventszeit ohne echte Kerzen? Offenes Feuer stellt allerdings immer ein Risiko dar. Rauchwarnmelder sorgen hier für Sicherheit, wenn sie bei Bränden rechtzeitig Alarm schlagen. Auch bei diesen Geräten hat die Qualität höchste Priorität: Empfehlenswert sind Rauchwarnmelder mit VdS-Prüfzeichen oder einer Zertifizierung durch eine anerkannte Prüfstelle wie dem TÜV-Nord oder dem Kriwan-Testzentrum. Auch das unabhängige Qualitätszeichen „Q“ kennzeichnet hochwertige und langlebige Rauchwarnmelder. Das CE-Zeichen hingegen gibt noch keine Auskunft über die Qualität. Für optimalen Schutz sollten Rauchwarnmelder möglichst in jedem Raum installiert werden. Praktisch für die Küche sind Modelle mit Zwei-Kammer-Mess-System, die zwischen Wasserdampf aus dem Kochtopf und gefährlichem Rauch unterscheiden.

Weitere Informationen zum Thema bietet die Initiative ELEKTRO+ unter www.elektro-plus.com.

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