Presse

31.07.2013

Smarte Hausgeräte bieten mehr Kontrolle und Komfort

Mit innovativer, vernetzter Technik die Stromkosten besser im Blick haben

Intelligenten Hausgeräten gehört die Zukunft – davon sind nicht nur deren Hersteller überzeugt. Sind sie vernetzungsfähig und mit der so genannten Smart Grid-Funktion ausgestattet, bieten die Geräte zum Beispiel einen konkreten überblick über den Stromverbrauch. Diese fortschrittliche Technik steht schon in den Startlöchern: Die ersten Smart Grid-fähigen Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler und Gefriergeräte sind bereits auf dem Markt. „Wer sich jetzt mit solchen Hausgeräten ausstattet, erhält mehr übersicht über den eigenen Verbrauch und hat für die Zukunft vorgesorgt“, so Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERäTE+. „Daher ist die Smart Grid-Fähigkeit auch ein Suchkriterium in der neuen Online-Gerätedatenbank, die auf der Homepage von HAUSGERäTE+ zur Verfügung steht.“

Alles im Blick

Der Begriff „Smart Grid“ steht für ein intelligentes Stromnetz, das Energieerzeuger, Energiespeicher und Energieverbraucher miteinander vernetzt und koordiniert. Sind Smart Grid-fähige Hausgeräte in das System integriert, ist ein direkter Austausch von Verbrauchsdaten mit dem Stromversorger möglich. Der Stromversorger erhält gegebenenfalls die Möglichkeit, Verbrauchsgeräte tarif- und lastabhängig zu schalten. über intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, werden alle relevanten Daten zu Stromverbrauch und -kosten erfasst, die der Nutzer dann auf Smartphones, Tablets, Computern oder Fernsehern ablesen kann – ideal für Smart-Home-Nutzer. Schon seit 2010 ist es bei Neubauten Pflicht diese intelligenten Stromzähler zu integrieren, damit Verbraucher jederzeit die volle Kontrolle über ihren Energieverbrauch haben. Bis 2020 sollen laut Bestimmung der EU-Kommission 80 Prozent der Haushalte mit Smart Metern ausgestattet sein.*

„über die zentrale Anzeige hat man bei allen Smart Grid-fähigen Geräten immer die volle Kontrolle über Betrieb, Verbrauch und anfallende Kosten“, berichtet Claudia Oberascher von HAUSGERäTE+. Das System erkennt, welche Geräte in das intelligente Netz integriert sind und erfasst alle wichtigen Informationen. Die Steuerung und Statusabfrage der Hausgeräte lässt sich ebenfalls ganz bequem per Smartphone durchführen. Läuft der Waschgang noch? Gibt es eine Störung? Dank der Vernetzung kann man von unterwegs erkennen, ob beispielsweise die Spülmaschine bereits fertig ist. Zusätzlicher Vorteil: Wer den Energieaufwand durch das intelligente System stärker im Blick hat, geht bewusster mit der Nutzung von Energie um. Unnötige Stromfresser lassen sich leichter ausfindig machen, das Nutzerverhalten zum Positiven verändern – und dadurch Strom und Kosten sparen.

Günstige Stromtarife mit Smart Grid nutzen

Smart Grid-fähige Geräte können noch mehr: Das intelligente System hilft dabei, günstige Stromangebote wie zum Beispiel Nachttarife optimal zu nutzen. Trockner, Wasch- und Spülmaschine starten dann automatisch, wenn der Strompreis niedrig ist. Wer auch heute schon mit solchen Tarifen Geld sparen möchte, muss ein Gerät mit Zeitvorwahlfunktion haben und dieses so einstellen, dass Wasch- oder Spülgang komplett in die günstige Tarifzeit fallen. Auch neue Gefrierschränke arbeiten teilweise mit Smart Grid-Funktion, obwohl sie dauerhaft in Betrieb sind. Der Verbraucher nimmt gar keine Einstellungen mehr vor. Das Gerät kühlt sozusagen „auf Vorrat“: Bei günstigem Strom wird die normale Temperatur von minus 18 Grad automatisch weiter abgesenkt, um damit eine Kältereserve aufzubauen. Diese Reserve wird nach und nach – je nach Nutzung des Geräts – abgebaut. Ist die Temperatur wieder bei minus 18 Grad angelangt, schaltet der Gefrierschrank automatisch zurück auf Normalbetrieb. Die intelligente Vernetzung ist übrigens nicht nur auf den Strom von Energieanbietern beschränkt: Auch die eigene Photovoltaik-Anlage kann als Stromlieferant genutzt werden.

Zukunftsfähig mit Smart Grid

Die Praxistauglichkeit von Smart Grid wurde bereits in verschiedenen Modellprojekten von Energieversorgungsunternehmen und Geräteindustrie zum Teil mit weiteren Partnern erprobt. Experten erwarten, dass Smart Grid flächendeckend zum Einsatz kommen wird. „Bis dahin soll sich vor allem in Sachen flexiblerer Tarife und einheitlicherer Normen noch viel tun“, sagt Claudia Oberascher. Dazu gehört die regelmäßige Anpassung der Preise je nach Auslastung des Netzes und dem Anteil von Energie aus regenerativen Quellen wie Wind- oder Wasserkraft. Gearbeitet wird auch noch an der automatisierten Daten-übermittlung vom Energieanbieter zum Hausgerät sowie an herstellerübergreifenden Standards. Erst dann entfaltet sich das volle Sparpotential der Geräte. Um frühzeitig von dieser Technik zu profitieren, lohnt es sich, im Handel bereits jetzt nach den Smart Grid-fähigen Modellen zu fragen. Außerdem gibt die Online-Gerätedatenbank auf www.hausgeraete-plus.de dazu Auskunft.

*Strategiepapier der EU-Kommission „Smart Grids – from innovation to deployment“.

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