Presse

04.11.2013

Neubau mit Frische-Garantie

Beim automatischen Lüften bleiben die Fenster geschlossen / Die wichtigsten Tipps rund um Lüftungsanlagen.

Fenster auf und gut? Ganz so leicht funktioniert richtiges Lüften nicht – schon gar nicht bei Neubauten. Damit möglichst viel Energie gespart wird, sind nicht nur Passivhäuser stark gedämmt. Um Wärmeverluste zu vermeiden, werden Häuser heute generell mit einer möglichst luftdichten Gebäudehülle gebaut. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit jedoch schneller an. Die Konsequenz: Nur durch regelmäßige und kontrollierte Wohnungslüftung lassen sich Bauschäden und Schimmelbildung verhindern und ein gesundes Raumklima erzeugen. Im Alltag kann der optimale Luftwechsel durch reine Fensterlüftung allerdings kaum erreicht werden. „Richtig zu lüften ist gar nicht so einfach, weil neben der Häufigkeit auch die Jahreszeit und die Wetterverhältnisse eine große Rolle spielen“, berichtet Peter Koß von der Initiative WäRME+ in Berlin. Je nach Temperaturen sind unterschiedliche Luftwechselraten notwendig, das heißt die Lüftungsdauer variiert. Ist manuelles Lüften also nur etwas für Bau- und Wetter- Experten? „Wirklich verlässlich ist nur eine automatische Lüftungsanlage, die sich quasi überall einbauen lässt“, so Koß. Die verbrauchte, belastete Luft wird abgesaugt, die frische Luft kommt in die Wohnung – gleichmäßig und ganz automatisch, ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen und Energie verloren geht.

Das richtige Gerät wählen

Generell sollten Bauherren in Sachen Planung nichts dem Zufall überlassen. Ein Fachmann prüft, ob eine Lüftungsanlage zwingend notwendig ist und erstellt entsprechend den spezifischen Normen ein individuelles Lüftungskonzept für den Bau. Generell gilt: Je stärker das Haus gedämmt ist und nach energieeffizienten Gesichtspunkten gestaltet wurde, umso wichtiger ist der Einbau einer automatischen Lüftung. Die Angebotsvielfalt am Markt ist inzwischen groß: Bei zentralen Systemen gibt es zum Beispiel Ausführungen mit kombinierter Zu- und Abluft oder einfache Abluftanlagen. Beim Zu- und Abluftsystem kommen zwei Ventilatoren zum Einsatz: Der eine führt die verbrauchte Luft nach draußen, der andere sorgt für die Zufuhr der frischen Luft. Dafür sind zwei voneinander getrennte Leitungssysteme notwendig, die am besten schon in der Bauphase eingeplant werden. Eine reine Abluftanlage hat nur einen Ventilator, der die verbrauchte Luft nach draußen befördert. Frische Luft gelangt hier über so genannte Nachström-öffnungen in die Wohnung.

Kostbare Wärme zurückgewinnen

Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung sind besonders effizient, denn bis zu 95 Prozent der Abluftwärme lassen sich weiterbenutzen. Diese Geräte übertragen die Wärmeenergie aus der Abluft auf die frische Luft, die von außen in den Raum gelangt. Die Heizkosten werden dadurch langfristig deutlich gesenkt.

Raumweise Lüftung ausstatten

Wer nicht gleich das ganze Haus mit einer Lüftungsanlage versehen will bzw. muss, entscheidet sich für dezentrale Geräte. Sie können für einzelne Räume eingesetzt und nachträglich installiert werden. Empfehlenswert ist diese Art der Lüftung für Wohn- und Schlafzimmer und andere Räume, in denen man sich häufig aufhält – aber ebenso in Bad und Küche, wo durch Waschen und Kochen viel Feuchtigkeit entsteht. Für die Direktmontage braucht es einen Stromanschluss für den Ventilator und eine freie Außenwand. Zusätzliche Luftkanäle müssen nicht verlegt werden. Speziell für Geschosswohnungen im Altbau gibt es auch Modelle, die sich Platz sparend in eine abgehängte Decke installieren lassen. Auch die dezentralen Modelle sind mit Wärmerückgewinnung erhältlich.

Fenster nicht zu lang offen stehen lassen

Natürlich dürfen die Fenster und Balkontüren trotz laufender Lüftungsanlage geöffnet werden. Bei entsprechenden Außentemperaturen können Bewohner das System ausschalten und per Hand lüften. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass dadurch Wärmeenergie verloren geht und Pollen, Staub sowie Mücken wieder freien Zugang haben. Dank der flexiblen Einstellungsfunktionen vieler Geräte besteht jedoch bei den meisten Nutzern kein Bedürfnis mehr danach, von Hand zu lüften. Mit modernen digitalen Display-Raumreglern lassen sich Programme, Zeiten und Funktionen auswählen und einstellen: zum Beispiel Minimal-Betrieb bei Abwesenheit, normaler Betrieb bei Anwesenheit und die Intensivlüftung für Feiern mit vielen Menschen. Mit zusätzlichen Sensoren können die Geräte sogar selbstständig die bedarfsgerechte Steuerung übernehmen.

Zusätzlichen Komfort genießen

Lüftungsanlagen haben zahlreiche positive Nebeneffekte. Sie verhindern nicht nur die Schimmelbildung – auch unangenehme Gerüche verschwinden. Dazu können u.a. Küchen-Gerüche oder chemische Ausdünstungen von Möbeln zählen. Um die Sicherheit müssen Bauherren sich ebenfalls keine Sorgen mehr machen: Da Fenster und Türen für das Lüften nicht mehr offen stehen, bieten sie keine Einstiegshilfen mehr für Einbrecher. Außerdem bleiben Lärm von der Straße und aus der Nachbarschaft sowie Insekten draußen. Spezielle Luftfilter halten Staub und Pollen zuverlässig fern. Das bedeutet aufatmen – nicht nur für Allergiker. Denn auch bei Abwesenheit sorgt die Lüftungsanlage dafür, dass chemische Ausdünstungen kontinuierlich abgeführt werden. Nach einem langen Arbeitstag oder einem Urlaub kehrt man dann in eine Wohnung mit frischer und sauberer Luft zurück.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.waerme-plus.de

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