Presse

07.08.2013

Kalt gewaschen und trotzdem sauber?

20 °C-Programme frischen kurz getragene Wäsche wieder auf

Wenn es um die Waschtemperatur geht, gilt in einigen Haushalten noch das Prinzip: je heißer, umso besser. Heute ist allerdings bei vielen Stoffen das Waschen bei 60 Grad oder mehr gar nicht mehr möglich. Bei normal verschmutzter Wäsche ist das aber auch nicht mehr erforderlich, denn die intelligente Technik neuer Waschmaschinen bietet weitaus effektivere Reinigungsprogramme als früher. Häufig verfügen diese Geräte neben dem 30 °C-Waschgang auch über Programme, die bei 20 oder sogar 15 Grad waschen. In Kombination mit der verbesserten Zusammensetzung von Waschmitteln wird leicht verschmutzte Wäsche auch bei diesen Niedrigtemperaturwaschgängen wieder aufgefrischt. Das Gute daran: Durch das Absenken der Waschtemperatur lässt sich am meisten Energie und Geld sparen. „Rund 80 Prozent der Energie beim Waschen gehen nämlich auf das Konto der Wassererwärmung“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERäTE+. “Dieser Anteil reduziert sich bei Kaltwaschprogrammen erheblich.“ Daher gehören Niedrigtemperaturprogramme bei Waschmaschinen bald zur gesetzlich vorgeschriebenen Standardausrüstung. Die ökodesign-Richtlinie der EU sieht vor, dass alle Waschmaschinen, die ab 2014 auf den Markt kommen, über Niedrigtemperaturprogramme verfügen. Wie gesagt: Bei vielen aktuellen Modellen sind diese Programme bereits erhältlich. Doch bei den Verbrauchern herrscht noch Unsicherheit: Wird die Wäsche so wirklich sauber?

Temperatur gezielt nach Art der Wäsche wählen

Verbraucher sollten ihre Wäsche nicht nur nach Farben, sondern auch nach der benötigten Waschtemperatur sortieren. Zum Auffrischen von nur kurz getragener, leicht verschmutzter Oberbekleidung wie Pullover, T-Shirts, Hosen und Blusen reichen im Normalfall 30 °C und weniger aus. Viele moderne Textilien sind ohnehin relativ empfindlich und werden bei höheren Temperaturen zu sehr strapaziert. Aufschluss gibt das Pflegeetikett, dort ist die höchste empfohlene Waschtemperatur angegeben. „Weniger geht natürlich immer“, so Claudia Oberascher. „Stellt man eine niedrigere Temperatur ein, sollte man allerdings keine Programmverkürzung wählen. Für eine gute Schmutzentfernung ist bei niedrigen Waschtemperaturen eine längere Laufzeit erforderlich.“ Stärker verschmutzte und verfleckte Textilien, zum Beispiel Babykleidung, Handtücher, Unterwäsche aber auch Putzlappen, sollten bei mindestens 40 °C gewaschen werden. Hartnäckige Verschmutzungen wie Make-up-, Motoröl- oder Rotweinflecken lösen sich leichter, wenn sie mit speziellem Fleckenentfernungsmittel vorbehandelt wurden. Ist ein Familienmitglied an einer ansteckenden Krankheit oder an Fußpilz erkrankt oder hat eine schwere Hausstaubmilben-Allergie, sollte man ebenfalls Programme mit höherer Temperatur wählen. So werden die Keime abgetötet.

Auf die Zusammensetzung des Waschmittels achten

HAUSGERäTE+ empfiehlt, für die Niedrigtemperaturprogramme Waschmittel mit einer Kaltwaschformel zu benutzen. Diese enthalten keine unnötigen Mengen an starker Chemie, sondern eine besonders optimierte Kombination moderner Wirkstoffe, die Schmutz auch bei unter 30 °C entfernen. Solche Niedrigtemperatur-Waschmittel können auch für höhere Temperaturen eingesetzt werden, wenn dies auf der Verpackung vermerkt ist. Die Dosierung des Waschmittels sollte dem Verschmutzungsgrad der Textilien, der Wasserhärte und der Beladung der Waschmaschine angepasst werden. Angaben dazu finden Verbraucher auf der Verpackung. Auf Dauer geht es jedoch nicht nur mit Niedrigtemperaturprogrammen. Zum einen, weil dadurch nicht jeder Schmutz entfernt wird – zum anderen, weil auch das Gerät selbst gereinigt werden muss. Deshalb sollte spätestens alle vier Wochen ein 60-Grad- Waschgang mit pulverförmigem Vollwaschmittel (bleichmittelhaltig) durchgeführt werden. Ein heißer Waschgang säubert neben der Wäsche auch die Maschine und verlängert so ihre Lebensdauer. Seifen- und Schmutzrückstände in der Waschtrommel werden beseitigt und eine optimale Hygiene des Gerätes hergestellt. Ansonsten können unangenehme Gerüche in der Waschmaschine entstehen und sich auch auf die frisch gewaschene Wäsche übertragen.

Weitere Informationen unter www.hausgeraete-plus.de

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