Presse

08.11.2012

Jahrestagung 2012: Energieeffizienz – gefällt mir!

Motivierte Marktpartner bringen die Energiewende nach vorn

Mit einer Bestandsaufnahme zur Energieeffizienz, der Analyse von Hemmnissen bei der Umsetzung der Energiewende und der Vorstellung einer neuen Marketinginitiative begann heute in Berlin die Jahrestagung der HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. Uwe Schöneberg, Vorsitzender des HEA-Vorstandes, begrüßte mehr als 140 Vertreter aus Politik sowie Marktpartner aus Wirtschaft, Forschung und Bildung. Die HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. gestaltet seit 60 Jahren den gesamtgesellschaftlichen Diskurs zur Energieeffizienz entscheidend mit und koordiniert die Marktpartnerarbeit von Energieversorgern, geräteherstellender Industrie, Fachhandwerk und Fachgroßhandel.

In Deutschland sind – bezogen auf das Brutto-Inlandsprodukt – sowohl der Primär- als auch der Endenergieverbrauch rückläufig. Insgesamt hat sich die Energieeffizienz, so Schöneberg, seit 2008 um etwa sechs Prozent verbessert. Dennoch gestaltet es sich nicht leicht, mit Energiedienstleistungen wie Contracting, Energiemanagement und -beratung eine profitable Wertschöpfung zu generieren. Auch sei die jährliche Sanierungsrate bei Gebäuden mit unter einem Prozent absolut unzureichend. „Wenn die energiepolitisch angestrebten Effizienzziele im Gebäudebestand bis 2050 tatsächlich erreicht werden sollen, so müssten ab heute schon Jahr für Jahr eine Million Gebäude energetisch topsaniert werden“, betonte der HEA- Vorstandsvorsitzende. Doch die Gebäudesanierung nimmt nur langsam Fahrt auf, obwohl sie ein entscheidender Bestandteil der Jahrhundertaufgabe „Energiewende“ ist.

Die weitere Steigerung der Energieeffizienz ist der Schlüsselfaktor, um die aktuellen Ziele der Bundesregierung zur Energiepolitik zu erreichen. Schöneberg führte als Gründe für die zögerliche Entwicklung politische und wirtschaftliche Hemmnissen sowie die Zurückhaltung von Investoren und Verbrauchern ins Feld. So sei die Hängepartie von Bund und Ländern zu steuerlichen Anreizen für die energetische Gebäudesanierung unhaltbar. Ebenso untragbar sei die Benachteiligung von Energie- Contracting in der geplanten Mietrechts- und Energiesteuernovelle. Der HEA-Vorstandsvorsitzende kritisiert, dass Energieberatungsleistungen mit zweierlei Maß bewertet werden. Wenn eine Beratung Voraussetzung für Investitionsförderung des Bundes ist, sind Berater aus Energiewirtschaft, Industrie und Handwerk häufig nicht zugelassen.

Für die Debatten um Technologieakzeptanz, Konsumpsychologie, neue Trends in der Energieberatung sowie zu Motivation und Marktanreizen gab es zudem Impulse des Forums Energiegemeinschaften, das im Rahmen der HEA- Jahrestagung stattfand. über 100 Energiegemeinschaften stärken in Deutschland die regionale Zusammenarbeit zwischen Marktpartenern. Im Mittelpunkt standen dabei Ausrichtung und Dienstleistungen rund um die Energieeffizienz im Endkundenmarkt.

Vorgestellt wurde auf der Tagung auch die neue PR-Aktion der HEA: Unter dem Motto „Energieeffizienz – gefällt mir!“ sollen alle Marktpartner zu einer gemeinsamen, branchenübergreifenden Ansprache von Kunden eingeladen werden. Zentrales Element der Aktion ist die gleichnamige Wort-/Bildmarke, die eine einfache und positiv besetzte Botschaft transportieren und dabei für eine positive Wahrnehmung und Bestätigung sorgen soll. Die Marke kann kostenlos von Mitgliedsunternehmen für eigene Kommunikationsaktivitäten in Verbindung mit energieeffizienter Anwendungstechnik genutzt werden.

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