Presse

17.07.2012

Im Alter sicher und komfortabel wohnen

Nur knapp ein Prozent des Wohnraums in Deutschland barrierefrei / Gezielt eingesetzte Elektroinstallation sorgt für Komfort und Unabhängigkeit im Alter

Mit dem stetig steigenden Durchschnittsalter der Deutschen gewinnt das Thema Wohnen im Alter immer mehr an Bedeutung. Laut einer Studie des Bundesbauministeriums* ist derzeit aber nur knapp ein Prozent des Wohnraums in Deutschland barrierefrei, sodass es schon jetzt einen Mehrbedarf von 2,5 Millionen altersgerechten Wohnungen gibt. Wer also neu baut oder modernisiert, sollte die Gelegenheit nutzen und an die Zukunft denken, indem er Elemente einplant, die im Alter das Leben erleichtern können. Auch für Senioren lohnt es sich, im Zuge eines Neubaus oder einer Renovierung die Wohnung oder das Haus altersgerecht auszustatten. Die Initiative ELEKTRO+ gibt Tipps, worauf man dabei im Hinblick auf die Elektroinstallation achten sollte.

Rauchmelder

Eine aufgedrehte Herdplatte, ein nicht ausgeschaltetes Bügeleisen oder eine unbeaufsichtigte Kerze – ein Feuer kann durch kleine Unachtsamkeiten schnell entstehen. Ein Rauchmelder kann in diesem Fall Leben retten, denn er erkennt den Brand und schlägt sofort laut Alarm. Die rechtzeitige Warnung ist gerade bei Senioren wichtig, denn Wahrnehmungsvermögen und Reaktionszeit lassen im Alter häufig nach. „Wir empfehlen Rauchmelder im Haus untereinander zu vernetzen. Spricht beispielsweise der Rauchmelder im Erdgeschoss an, ertönt das Alarmsignal nicht nur dort, sondern kann per Funk auch im Schlafzimmer im Obergeschoss gehört werden“, so Hartmut Zander von ELEKTRO+. „Außerdem raten wir zu geprüften Rauchmeldern von Markenherstellern.“

Türkommunikation

Eine moderne Türsprechanlage bietet Kontrolle über den Eingangsbereich. Das ist besonders für Senioren wichtig, die sich so vor ungebetenen Besuchern an der Tür schützen können. Türkommunikationssysteme mit Bildübertragung ermöglichen eine gefahrlose Überwachung des Eingangsbereichs von innen, sodass Trickdiebe den Überrumpelungseffekt nicht ausnutzen können. Komfortabel sind Anlagen mit Freisprechstellen. Hier hat der Bewohner die Hände frei und kommt ganz ohne Hörer aus. Zusätzlich kann die Türkommunikation direkt übers Telefon gesteuert werden. Das ist besonders hilfreich, wenn man im Alter schlecht zu Fuß ist, denn der Gang in den Flur oder zur Haustür bleibt so erspart.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder sind ein wirksamer Schutz vor Stolpern oder Stürzen im Dunkeln. Gerade nachts ersparen sie das Suchen nach dem Lichtschalter: Registrieren die Sensoren eine Bewegung, schaltet der Bewegungsmelder die Beleuchtung automatisch ein und auch wieder selbständig aus. Das ist nicht nur sicher und komfortabel sondern auch energieeffizient, da das Licht nicht länger als wirklich nötig brennt. Besonders in Fluren und Treppenhäusern bieten Bewegungsmelder Sicherheit und Orientierung.

Schalter und Steckdosen

„Grundsätzlich empfiehlt es sich, Schalter in einer Höhe von 85 Zentimetern und Steckdosen in einer Höhe von 40 Zentimetern anzubringen. An dieser Stelle können sie auch Rollstuhlfahrer problemlos erreichen“, rät Zander. Damit die Schalter leicht zu erkennen sind, sollte man kontrastreiche Farben für den Rahmen auswählen oder sie mit einer Orientierungsleuchte ausstatten. Auch eine große Tastfläche ist hilfreich, wenn die Motorik im Alter nachlässt. Für die individuellen Bedürfnisse bieten viele Hersteller ein breites Spektrum an Farben, Material- und Formvarianten an.

Gebäudesystemtechnik

Wer rundum besonderen Komfort und Sicherheit im Alter genießen möchte, sollte seine Wohnung oder sein Haus mit einer modernen Gebäudesystemtechnik ausstatten. Diese vernetzt und automatisiert verschiedene gebäudetechnische Komponenten. So kann das System beispielsweise das automatische Öffnen und Schließen der Rollläden zu bestimmten Zeiten oder auf Knopfdruck übernehmen. Das ist gerade für ältere Menschen komfortabel, denn damit fällt nicht nur das lästige Ziehen am Gurt weg, sondern auch der Gang zu jedem Rollladen in der Wohnung oder im Haus. Ebenso kann die Schaltung der Heizung oder des Lichts nach individuellem Wunsch programmiert oder zentral gesteuert werden. Zusammen mit einem Elektroinstallateur lassen sich alle Funktionen nach den eigenen Bedürfnissen und Erfordernissen einstellen und später auf Knopfdruck abrufen.

* Studie „Wohnen im Alter“ des Bundesbauministeriums 2011

Weitere Informationen zum Thema bietet die Initiative ELEKTRO+ unter www.elektro-plus.com

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