Presse

31.10.2012

Frischekur fürs Badezimmer

Bei der Badmodernisierung auch an die Elektroinstallation denken

Braune Fliesen und moosgrünes Waschbecken: In vielen Badezimmern ist nicht nur das Design noch auf dem Stand der 70er oder 80er Jahre. Auch in Sachen Sicherheit und Elektroinstallation ist eine Modernisierung oft dringend notwendig. Wer sein Bad renovieren möchte, sollte diese Aspekte daher unbedingt bedenken – und nicht nur optische Schönheitsfehler beheben. Neben der Berücksichtigung gültiger Normen gilt es, auch die persönlichen Bedürfnisse genau einzuschätzen. Dann lässt sich eine maßgeschneiderte, elektrische Anlage mit der gewünschten Anzahl an Stromkreisen, Steckdosen, Kommunikationsanschlüssen oder Anschlüssen für Leuchten erstellen. Für eine optimale Planung unter Berücksichtigung aller sicherheitstechnischen Anforderungen sollte man unbedingt den Rat des Elektrofachmanns einholen. Darüber hinaus hat die Initiative ELEKTRO+ auf Basis der Planungsnorm RAL-RG 678 Empfehlungen für die verschiedenen Komfortstandards formuliert und in den Broschüren „Raumplaner“ und „Modernisierungsratgeber“ zusammengefasst. Zu finden sind diese Informationen im Internet unter www.elektro-plus.com als kostenloser Download.

Nicht an Steckdosen und Licht sparen

Für eine komfortable Ausstattung im Bad sollten mindestens drei Beleuchtungsanschlüsse und fünf Steckdosen eingeplant werden. Aber Vorsicht bei der Positionierung: Die Norm DIN VDE 0100-701 definiert für Räume mit Badewanne oder Dusche verschiedene Bereiche mit speziellen Sicherheitsanforderungen, in denen gar keine oder nur eingeschränkt elektrische Leitungen und Steckdosen installiert werden dürfen. Daher sollte auf jeden Fall ein Elektrofachmann hinzugezogen werden.

Grundsätzlich dürfen Steckdosen neben dem Waschbecken installiert werden, üblicherweise 1,05 bis 1,1 Meter über dem Fußboden. Sie sollten dort platziert werden, wo elektrische Geräte wie Rasierapparat, elektrische Zahnbürste oder Munddusche betrieben werden, sofern es den Sicherheitsanforderungen entspricht. Für eine gute Beleuchtung sind zwei Anschlüsse für Leuchten am Handwaschbecken empfehlenswert, jeweils rechts und links von diesem an der Wand. Dann ist das Gesicht beim Rasieren oder Schminken gut zu sehen und es entstehen keine störenden Schatten. Zusätzliche Deckenstrahler sind ideal, um bestimmte Bereiche im Bad punktuell auszuleuchten. Praktisch ist es, wenn jede Leuchte am Raumeingang ein- und ausgeschaltet werden kann. Vor allem bei fensterlosen Bädern sind Bewegungs- oder Präsenzmelder besonders komfortabel.

Fehlerstromschutzschalter sind ein Muss für jedes Badezimmer

Morgendliche Hektik oder Bequemlichkeit verdrängen oft den Sicherheitsgedanken. Nach dem Baden oder Duschen werden Fön oder Rasierer daher mit feuchter Haut und barfuss benutzt. Haben diese Geräte einen Defekt oder besteht in den elektrischen Leitungen ein Schaden, kann es lebensgefährlich werden. Im Bad ist der Einsatz von Fehlerstromschutzschaltern (FI) deshalb nicht nur wichtig, sondern als Sicherheitsmaßnahme grundsätzlich gefordert. Bei einem Defekt schützt der Schalter vor dem gefährlichen Stromschlag: Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde unterbricht er die Stromzufuhr zum Gerät und rettet damit im Ernstfall Leben.

Angenehme Wärme erzeugen

Elektrische Heizlüfter sind zwar eine Möglichkeit, um das Badezimmer auf Temperatur zu bringen – allerdings benötigen diese Geräte dafür 1500 bis 2000 Watt. Der Stromkreis im Bad wird dadurch bereits zu etwa 50 Prozent ausgelastet. Deshalb ist es sinnvoll, für den elektrischen Heizlüfter einen eigenen Stromkreis einzuplanen. Noch besser ist jedoch eine elektrische und platzsparende Fußbodentemperierung, die unter den Fliesen verlegt wird. Auch dafür wird ein separater Stromkreis empfohlen.

Mit Musik in den Tag starten

Wer im Badezimmer gerne Musik oder Nachrichten hören möchte, findet in Unterputzradios eine praktische Lösung. Sie sind einfach an Stelle einer Unterputzsteckdose zu installieren und besonders komfortabel in kleinen Räumen mit wenig Ablagefläche. Aber auch die Verbindung von der zentralen HiFi-Anlage im Wohnzimmer mit dem Bad ist möglich. über eine Funkfernbedienung werden die Nachrichten oder die Musik am Morgen dann in die Lautsprecher eingespeist, die vorzugsweise in der Decke des Badezimmers eingebaut werden.

Um das Badezimmer auch später noch aufrüsten zu können, sollte man sicherheitshalber Installationsrohre einplanen. Sie bieten die Möglichkeit, Leitungen für Lautsprecher oder andere Geräte unkompliziert auszuwechseln oder nachzurüsten.

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