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11.04.2018 / WÄRME+

Flächen- und Strahlungsheizung – effiziente und gesunde Wärme

Elektrische Fußbodentemperierung und Infrarotheizungen sind im Kommen.

Nicht nur im Neubau, auch bei Renovierungs- und Modernisierungsvorhaben ist die Heizung in den einzelnen Räumen ein wichtiges Thema – dabei müssen längst nicht mehr klassische Heizkörper zum Einsatz kommen. Interessante Alternativen finden Bauherren und Modernisierer in Flächenheizsystemen wie einer Fußbodentemperierung oder in Infrarotheizungen. Anders als bei herkömmlichen Heizkörpern, geben beide System ihre Wärme ganz gleichmäßig ab. Es wird auch kein Staub durch aufsteigende Warmluft aufgewirbelt – ein großer Pluspunkt für Allergiker. „Welches System sich für die individuelle Wohnsituation am besten eignet, sollten Eigentümer direkt im Gespräch mit dem Fachhandwerker klären“, rät Hans-Jürgen Nowak, Experte der Initiative WÄRME+.

Fußbodentemperierung: Komfortable Wärme von unten

Elektrische Fußbodentemperierungen sind eine interessante Heiz-Alternative für kleinere oder temporär genutzte Räume wie Badezimmer, Hobbyraum und Flur oder auch für Räume, in denen wenig oder kein Platz für konventionelle Heizkörper ist, beispielsweise unter dem Dach oder im Wintergarten. Da der Mensch zum Großteil seine Körperwärme über die Füße aufnimmt, empfindet er einen warmen Boden als besonders angenehm. Im Vergleich zur Konvektionsheizung ergibt sich ein umgekehrtes Wärmeprofil: Fußbodentemperierungen schaffen am Fußboden eine wohlige Wärme mit einer Temperatur von 25 °C bis 26 °C im Wohnbereich und 28 °C bis 30 °C im Bad; unter der Raumdecke, wo die Wärme am wenigsten benötigt wird, ist es dagegen relativ kühl. Dadurch wird die Raumtemperatur subjektiv um ein bis zwei Grad wärmer empfunden, als sie tatsächlich ist. Die Temperatur lässt sich also insgesamt absenken – das spart natürlich Energie.

Ihre Verlegung ist mit geringem Aufwand möglich; die flachen, selbstklebenden Heizmatten lassen sich flexibel und individuell an die Raumverhältnisse und Grundrisse anpassen. Sie sind mit nahezu jedem Bodenbelag kombinierbar: Naturstein oder Fliesen eignen sich ebenso wie Holzdielen, Teppich, Kork, Vinyl oder PVC. Wichtig ist nur, dass die Beläge mit dem Hinweis ‚geeignet für Fußbodenheizung‘ gekennzeichnet sind.

Infrarotheizung: Angenehme Wärme wie von der Sonne

Flexibel im Raum zu installieren sind Infrarotheizungen. Sie eignen sich besonders dort, wo schnell Wärme erzeugt werden soll oder wo Bedarf an zusätzlicher Heizwärme besteht. Infrarotheizungen sind platzsparende, flache Paneele, die sowohl an der Wand als auch an der Zimmerdecke angebracht werden können. Im Unterschied zu optisch oft unschönen Heizkörpern lassen sich Infrarotheizungen so gut wie unsichtbar in die Wohnungseinrichtung integrieren, denn sie können sich zum Beispiel als Bild, Spiegel, Magnetwand oder Tafel „tarnen“. Es gibt auch Paneele aus Glas oder Naturstein. „Im Gegensatz zu Konvektionsheizungen erwärmen Strahlungsheizungen nicht die Raumluft, sondern die Oberflächen von Einrichtungsgegenständen und Bauteilen beziehungsweise direkt die Personen im unmittelbaren Strahlungsbereich“, erklärt Hans-Jürgen Nowak, Experte der Initiative WÄRME+. „Die Wärme ist sehr schnell verfügbar und wird, ähnlich der Sonnenwärme, als besonders angenehm empfunden.“

Die gewünschte Temperatur lässt sich über Regler, Thermostate oder per Funk einstellen, moderne Varianten erlauben auch die Steuerung über eine entsprechende App. Vor allem bei Bestandsbauten kommen Infrarotheizungen in Frage, wenn wenig benutze Räume schnell geheizt werden sollen oder in bestimmten Räumen das bestehende Heizsystem nicht ausreicht. Sie können auch einzelne Wärmespeicheranlagen ersetzen. „Bei modernen, gut wärmegedämmten Neubauten sind sie aber auch als Voll-Lösung denkbar, vor allem dann, wenn das Haus über eine Photovoltaik-Anlage und einen Stromspeicher verfügt“, stellt Hans-Jürgen Nowak fest.

Weitere Informationen zur Hauswärmetechnik bietet die Initiative WÄRME+ auf ihrer Website unter: www.waerme-plus.de

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