Presse

06.02.2012

Dezentrale Trinkwassererwärmung sorgt für optimale Wasserhygiene

Novellierung der Trinkwasserverordnung.

Berlin, 06. Februar 2012 (PRG) – Die Trinkwasserbereitung steht mit etwa 13 Prozent des Gesamtbedarfs an zweiter Stelle des häuslichen Energieverbrauchs. Im Alltag geht oft unter, dass für die tägliche Dusche 30 bis 50 Liter warmes Wasser, für den Abwasch bis zu 10 Liter und für eine gefüllte Badewanne zwischen 120 und 130 Liter benötigt werden.

Aber nicht allein deshalb lohnt sich der Blick auf effiziente Alternativen. Die im November 2011 in Kraft getretene Novellierung der Trinkwasserverordnung verpflichtet Vermieter, zentrale Anlagen der Warmwasser-Installation einmal jährlich auf Bakterien (Legionellen) untersuchen zu lassen. Das gilt für alle gewerblichen oder öffentlichen Anlagen, wenn sie einen Warmwasserspeicher von mindestens 400 Litern haben oder sich in den Warmwasserrohren mindestens 3 Liter Wasser befinden. Das trifft zum Beispiel zu, wenn über diese Warmwasseranlage drei oder mehr Wohnungen versorgt werden. Damit verbunden ist auch die Anzeige des Bestandes von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung an das Gesundheitsamt. Bei dezentraler Erwärmung des Trinkwassers gelten diese Anforderungen nicht, da die Gefahr der explosiven Vermehrung von Erregern nicht besteht.

Die durch Abkühlung des stehenden Wassers in Leitungen oder Speichern günstigen Bedingungen für das Wachstum von Bakterien und Keimen sind nicht gegeben, da bei dezentraler Trinkwassererwärmung das Wasser unmittelbar an der Zapfstelle und nur bei Bedarf erwärmt wird. Aufgrund einer Studie der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (IfE) der TU München empfiehlt die HEA im Sanierungsfall die Prüfung des Einsatzes dezentraler Systeme aufgrund der hygienischen, aber auch wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile.

Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist der Marktpartnerverbund der Energiewirtschaft. Mitglieder sind Energieversorger, Unternehmen der Elektroindustrie sowie die Spitzenverbände der Elektro- und Sanitärfachhandwerke. Schwerpunkt der Arbeit ist, über energieeffiziente Anwendungstechnik zu beraten und zu informieren. Unter ihrem Dach werden drei Marktinitiativen gebündelt: ELEKTRO+, WÄRME+ und HAUSGERÄTE+.

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