Presse

02.12.2013 / HAUSGERÄTE+

„Darf der Holzlöffel in die Spülmaschine?“

Initiative HAUSGERäTE+ beantwortet 10 häufige Verbraucherfragen zur Nutzung von Hausgeräten.

Wohin hin und wieder einzelne Socken verschwinden, bleibt wohl ein ewiges Mysterium. Worauf es beim Aufstellungsort des Kühlschranks, dem Einsatz von Kaltwaschprogrammen und dem Kochen mit Induktion ankommt, lässt sich jedoch klar beantworten. Was Sie schon immer über ihre Hausgeräte wissen wollten, erklärt die Initiative HAUSGERäTE+ aus Berlin. „Wir wissen, dass Verbraucher immer wieder Fragen zum Gebrauch und zur Neuanschaffung von Geräten haben“, sagt Claudia Oberascher von HAUSGERäTE+. „Deshalb informieren wir stets aktuell über neue Ausstattungsmerkmale, Energieeffizienz und geben wichtige Anwendungs-Tipps.“ Eine neue Online-Gerätedatenbank und Checklisten für die Kaufentscheidung bieten eine marktneutrale Orientierungshilfe und stehen unter www.hausgeraete-plus.de zur Verfügung.

„Warum ist der Aufstellort des Kühlschranks wichtig?“

Der Aufstellort beeinflusst den Stromverbrauch des Gerätes deutlich. Die Umgebungstemperatur spielt hier eine große Rolle: Umso wärmer, umso mehr muss das Gerät kühlen und verbraucht dabei zusätzlichen Strom. Kühlschränke sollten daher möglichst weit entfernt von Wärmequellen, wie Heizung oder direkter Sonneneinstrahlung, aufgestellt werden. Wer die Raumtemperatur ein Grad absenkt, etwa von 21 °C auf 20 °C, reduziert den Stromverbrauch bei Kühlgeräten um etwa sechs Prozent und bei Gefriergeräten um drei Prozent. Außerdem wichtig: Die vom Gerät erzeugte Wärme muss ungehindert abgeleitet werden. Lüftungsgitter und - schlitze sollten nie verdeckt sein und ein- bis zweimal im Jahr von Staub befreit werden.

„Was muss ich bei der Pflege eines Gefriergerätes beachten?“

Um der Bildung von Keimen und Bakterien vorzubeugen, sollte der Innenraum und die Türdichtungen regelmäßig mit warmem Wasser und Neutralseife gereinigt werden. Tauen Sie das Gefriergerät außerdem von Zeit zu Zeit ab, da eine Eisschicht den Stromverbrauch deutlich erhöht. Bei Modellen mit No-Frost-Technik ist das lästige und zeitaufwändige Abtauen nicht mehr erforderlich. Durch Lüfter und Abtauheizung schlägt sich die Luftfeuchtigkeit im Kühlgerät nicht als Reif oder Eis nieder. Der Stromverbrauch durch die Abtauheizung ist zwar etwas höher als der von herkömmlichen Modellen. Dies relativiert sich jedoch wieder, denn Energieverluste durch Eisbildung oder Abtauvorgänge werden vermieden.

„Ist es nicht günstiger per Hand zu waschen, als eine Spülmaschine zu benutzen?“

Die Spülmaschine ist sparsamer als das Spülen von Hand. Besonders effizient arbeitet die Maschine, wenn sie voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem warmen Wasser vorgespült wurde. Dadurch wird unnötig Wasser und Energie verschwendet. Es reicht vor dem Einräumen grobe Speisereste im Mülleimer zu entsorgen.

„Darf der Holzlöffel in die Spülmaschine?“

Von Tellern, Tassen und Gläsern über Töpfe und Auflaufformen bis hin zu Schneidbrettern – fast jedes Geschirr und die meisten Küchenhelfer können in der Spülmaschine gesäubert werden. Bei speziellen Materialien sollten Sie jedoch vorsichtig sein: Küchenutensilien aus geleimtem und lackiertem Holz gehören generell nicht in den Geschirrspüler – sie bleichen aus, das Holz quillt auf und wird spröde. Küchenutensilien aus Aluminium oder Buntmetallen wie Zinn, Kupfer oder Messing spült man besser von Hand, denn sie laufen in der Maschine schwarz an. Es gibt auch Kunststoffe, die nicht hitzeresistent sind, und nicht in den Geschirrspüler dürfen. Beim Neukauf deshalb auf das Spülmaschinensymbol achten.

„Kann ich auf dem Induktionskochfeld meine alten Töpfe verwenden?“

Sie können das mit einem Magnet prüfen: Haftet ein Magnet an der Unterseite des Kochgeschirrs, können Sie es verwenden. Denn die Induktionskochfelder verfügen über eine Topferkennung: Sie heizen nur auf, wenn magnetisierbares Kochgeschirr auf der Kochzone steht. Das Kochen mit Induktion funktioniert durch die Verbindung des Kochgeschirrs mit einer von Wechselstrom durchflossenen Kupferspule unter der Kochfeldabdeckung. Das elektromagnetische Wechselfeld produziert Wirbelströme, die das leitende Material des Topfbodens aufladen und dort Wärme erzeugen. Praktisch: Die Speisen kochen schneller, die Temperaturregelung erfolgt ohne Verzögerung und die Kochfelder kühlen nach der Nutzung zügig ab.

„Wie bekomme ich den Backofen einfach sauber?“

Die Reinigung des Backofens von eingebrannten Fett- und Speiserückständen kann selbst mit Spezialreinigern sehr mühsam werden. Eine komfortable Lösung: Moderne Backöfen mit Pyrolyse-Funktion. Bei diesem automatischen Reinigungsprogramm erhitzt sich der leere Backofeninnenraum auf bis zu 500 °C und verschwelt damit alle Verunreinigungen. übrig bleibt Asche, die einfach mit einem feuchten Tuch weggewischt werden kann. Je nach Verschmutzungsgrad dauert die Reinigung ein bis drei Stunden. Um Verbrennungen vorzubeugen wird die Tür während des Pyrolyse- Vorgangs fest verriegelt und lässt sich erst nach Abkühlung der Temperatur unter 300 °C wieder öffnen. Der Energieverbrauch für die Selbstreinigung ist dabei vergleichsweise gering. Nur etwa ein Euro Strom kostet ein Pyrolyse-Vorgang im Durchschnitt. Dieser wird auch nicht nach jeder Benutzung, sondern nur nach Bedarf durchgeführt.

„Ich nehme immer die gleiche Menge Waschpulver, ist das ok?“

überdosierung belastet die Umwelt unnötig. Unterdosierung kann zu Schmutz- und Kalk-Ablagerungen im Gewebe und auf Maschinenteilen führen. Daher sollte das Waschmittel je nach Verschmutzung, Wasserhärte und Herstellerangaben dosiert werden. Einige Waschmaschinen bieten sogar eine praktische Dosierhilfe an. Hartnäckige Flecken wie Blut oder Soße lösen sich leichter, wenn sie mit speziellen Waschhilfsmitteln vorbehandelt werden. Wolle, Seide und andere empfindliche Fasern brauchen Spezial-Waschmittel, die frei von Enzymen und pH-neutral sind. Durch den Einsatz von Color-Waschmittel bleiben die Farben von bunter Kleidung länger erhalten. Für weiße und stark verschmutzte Textilien ist Vollwaschmittel am besten geeignet.

„Muss ich bei niedrigen Waschtemperaturen Chemiekeulen einsetzen, damit es richtig sauber wird?“

Für die Reinigung von leicht verschmutzter Wäsche bei niedrigen Temperaturen reicht in der Regel Waschmittel mit einer Kaltwaschformel. Diese enthalten keine unnötigen Mengen an starker Chemie, sondern eine besonders optimierte Kombination moderner Wirkstoffe. Die Enzyme entfernen Schmutz auch bei unter 30 °C und sind trotzdem sanft zur Wäsche. Solche Niedrigtemperatur-Waschmittel können Sie auch für höhere Temperaturen einsetzen, wenn dies auf der Verpackung vermerkt ist. Wenn Sie bei einer niedrigen Temperatur waschen, sollten Sie allerdings keine Programmverkürzung wählen. Damit das Waschmittel auch bei 30 °C und weniger gut wirken kann, ist eine längere Waschzeit erforderlich.

„Verbraucht die Waschmaschine bei langen Programmlaufzeiten mehr Energie?“

Nein: Trotz längerer Laufzeiten benötigen sogenannte Eco- und Energiesparprogramme nicht mehr Strom – im Gegenteil. Da sie nur kurze Zeit auf hoher Temperatur laufen und ansonsten kaum Energie verbrauchen, sind sie deutlich sparsamer. Dazu kommt, dass bei solchen Programmen die Drehbewegungen der Trommel meist niedriger sind. Der Temperaturabfall von Wäsche und Wasser bleibt dadurch gering. Die Heizung muss nur wenig zusätzliche Energie aufwenden, um erneut die richtige Temperatur zu erreichen. Im Vergleich zu normalen Waschprogrammen lassen sich so bis zu 40 Prozent Energie einsparen. Sie haben die Wahl: Wenn es mal schneller gehen soll, können Sie jederzeit ein kürzeres Programm nutzen.

„Was sagt das neue Energielabel über den Verbrauch eines Wäschetrockners aus?“

Seit Mai 2013 gibt es auch bei Wäschetrocknern die neuen besten Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++. Die Klassen A und besser werden aktuell nur von Geräten mit Wärmepumpen-Technologie erreicht. Im Vergleich zur Klasse A verbrauchen Geräte der Effizienzklasse A+ rund 20 Prozent weniger Energie. Bei Modellen der Klassen A++ oder A+++ liegt die Ersparnis gegenüber der Klasse A sogar bei etwa 50 beziehungsweise 60 Prozent. Sie sollten vor dem Kauf daher unbedingt die Modelle miteinander vergleichen: Mit einem Blick auf das Label lassen sich die Betriebskosten der Geräte für ein Jahr einfach gegenüberstellen.

Der neue Online-Geräteberater von HAUSGERäTE+, Checklisten für den Gerätekauf und weitere Informationen unter www.hausgeraete-plus.de

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