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04.11.2014 / WÄRME+

Beim Heizen jetzt schon an die Zukunft denken

WÄRME+ empfiehlt Modernisierern die energieeffiziente Wärmepumpe.

Regenerative Energien sind auf dem Vormarsch – im Strommix wächst der Anteil von erneuerbar erzeugtem Strom stetig, Verbraucher können sich auch schon jetzt komplett für Öko-Strom entscheiden. Wichtig wird dieser Aspekt in Zukunft gerade beim Heizen. Wer eine Modernisierung plant, sollte die Weichen für ein langfristig einsetzbares System stellen. „Wir raten dazu, beim Austausch des Heizsystems immer die Option der effizienten und umweltfreundlichen Wärmepumpen in Betracht zu ziehen“, so Peter Koß von der Initiative WÄRME+ aus Berlin. Anstatt mit knapper werdenden fossilen Ressourcen zu heizen, können moderne Heizsysteme wie die Wärmepumpe Wärme mit kostenloser Umweltenergie aus dem Erdreich, Grundwasser oder der Luft erzeugen. „Mit diesem emissionsfreien Verfahren werden nicht nur große Mengen erneuerbare Energien eingekoppelt, sondern auch die Energiekosten reduziert. Und bei Nutzung von Öko-Strom kann das ganze Haus sogar zu 100 Prozent aus regenerativen Energien beheizt werden“, erläutert der WÄRME+-Experte. Zudem entsprechen Bauherren damit bereits heute den hohen Anforderungen und Grenzwerten, die ab dem Jahr 2016 im Zuge der Verschärfung der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) gelten werden.

Von der Luft/Wasser-Wärmepumpe gleich doppelt profitieren

Um den Jahres-Primärenergiebedarf vergleichbar zu machen, wurde ein EnEV- Referenzgebäude für Wohngebäude eingeführt. Am Beispiel dieses Neubaus zeigt sich, wie man durch den Einsatz eines modernen Heizsystems den maximalen Primärenergiebedarf, den ein neu zu errichtetes Gebäude laut EnEV aufweisen darf, noch unterschreiten kann. Bei dem Mustergebäude handelt es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche, das ein Gas-Brennwertgerät zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung nutzt. Die aktuell geltenden Grenzwerte der EnEV werden hier zwar erreicht, doch der Primärenergiebedarf des Gebäudes überschreitet die ab 2016 geltenden Vorgaben um ganze 25 Prozent. Anders sieht es aus, wenn man eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die Heizung und Trinkwassererwärmung einsetzt. In Kombination mit einer Fußbodenheizung kann der ab 2016 deutlich verschärftere Grenzwert sogar um bis zu 22 Prozent unterschritten werden – und das bei deutlich niedrigeren Betriebskosten.

Erste Wahl bei der Modernisierung

Bereits heute nutzt jede zweite aufgestellte Wärmepumpe die Luft als Energiequelle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bietet zahlreiche Vorteile: So muss im Vergleich zur Erdreich-Wärmepumpe die Wärmequelle nicht erst durch Bohrungen erschlossen werden. Aus diesem Grund fallen die Investitionskosten relativ gering aus. Die Luft- Wasser-Wärmepumpe ist beinahe überall einsetzbar und kann sogar im Freien aufgestellt werden. Im Innenbereich ist der Platzbedarf für die Heizung nicht größer als für einen normalen Heizkessel; Öl- oder Gastank und Schornstein entfallen. Auch die eventuelle Angst einiger Bauherren vor Lärmbelästigungen für die Nachbarn ist unbegründet, wenn qualitativ hochwertige Geräte von kompetenten Fachhandwerkern geplant, aufgestellt und installiert werden. Unter www.waerme-plus.de finden sich einige Wärmepumpen-Apps, die Modernisierern eine erste Orientierung für die Planung bieten.

Geförderte Heizungsmodernisierung

Die Kosten für den von der EnEV 2014 geforderten Austausch veralteter Heizungsanlagen – in der Hauptsache Öl- und Gaskessel, die vor 1985 eingebaut wurden – müssen Hausbesitzer nicht unbedingt allein tragen. „Modernisierer sollten sich mit den Förderungsprogrammen von Bund, Ländern, Gemeinden und anderen Anbietern vertraut machen“, rät Koß von WÄRME+. Dafür hat die Initiative eine Förderdatenbank auf ihrer Internetseite www.waerme-plus.de eingerichtet, die regelmäßig auf den neusten Stand gebracht wird. Hier finden Bauherren und Modernisierer einen guten Überblick über die verschiedenen Zuschussmöglichkeiten.

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