Politik
Die EU arbeitet an einem einheitlichen Indikator für die „Intelligenzfähigkeit“ von Gebäuden. Der Smart Readiness Indicator (SRI) soll zeigen, wie gut digitale und elektronische Systeme dazu beitragen, Energieeffizienz, Komfort und Netzdienlichkeit zu verbessern.
Der SRI ist bereits seit 2018 Bestandteil der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) und wurde mit der Novelle von 2024 weiter konkretisiert. Die EU-Kommission plant zunächst eine Anwendung für bestimmte größere Nichtwohngebäude. Bis Juni 2027 soll über die endgültige Einführung entschieden werden.
Für die Gebäudeplanung könnte das Thema damit künftig an Bedeutung gewinnen. Ein verpflichtender SRI-Ausweis oder bestimmte Zielwerte würden Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung mit sich bringen. Dabei geht es unter anderem um die intelligente Steuerung von Heizung, Kühlung, Lüftung und anderen technischen Systemen sowie deren Zusammenspiel mit dem Stromnetz.
In der Baubranche wird der SRI bislang noch wenig diskutiert. Kritische Stimmen warnen davor, technische Komplexität zum alleinigen Qualitätsmaßstab eines Gebäudes zu machen oder robuste, passive Lösungen zu benachteiligen. Befürworter sehen im SRI dagegen eine Möglichkeit, die Anforderungen an intelligente Gebäudetechnik transparent und vergleichbar zu machen.
Auf der Seite der Europäischen Kommission mehr zum Smart readiness indicator erfahren.
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