Smart-Home-Anwendungen setzen sich durch
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IFA 2018: SMART HOME

Smart-Home-Anwendungen setzen sich durch

Jeder vierte Bundesbürger besitzt schon mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Eine neue Studie des Bundesverbandes Bitkom stellt fest, dass auf dem Weg zum intelligenten Zuhause derzeit smarte Lampen, Videoüberwachung und Sprachassistenten besonders beliebt sind.

Vor Beginn der IFA 2018 stellte Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage vor, die Bitkom Research im Auftrag des Verbandes durchgeführt hat. Dabei wurden 1.611 Personen in Deutschland ab 18 Jahren zum Thema Smart Home befragt, darunter 425 Besitzer von Smart-Home-Anwendungen.

Zur Vorstellung der Studienergebnisse im Vorfeld der IFA in Berlin sagte Bitkom-Präsident Achim Berg: „Wir erleben gerade den Durchbruch des Smart Home und den Siegeszug der Sprachassistenten. Beim Smart Home geht es nicht um Technikspielereien, es geht um gesellschaftliche Veränderungen, die z. B. ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu Hause ebenso ermöglichen wie eine dezentrale, ressourcenschonende Energieversorgung.“

Zunehmende Verbreitung intelligenter Smart-Home-Anwendungen

Licht und Heizung via Smartphone steuern, Haushaltsgeräte per Stimme bedienen oder die eigenen vier Wände mit intelligenten Überwachungssensoren sicherer machen: Jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) besitzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Verbreitet sind vor allem intelligente Beleuchtung (17 Prozent), Video-Überwachung (14 Prozent) und Sprachassistenten (13 Prozent). Parallel nimmt die Bekanntheit von vernetzter Haustechnik in der Bevölkerung zu: 70 Prozent der Bundesbürger haben bereits vom Begriff Smart Home gehört (2016: 61 Prozent). Davon können 71 Prozent beschreiben, was gemeint ist, 2016 waren es erst 53 Prozent.

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger (37 Prozent) plant, sich in den nächsten zwölf Monaten eine smarte Anwendung anzuschaffen. Besonders hoch im Kurs stehen Heizungsthermostate (29 Prozent) und intelligente Beleuchtung (27 Prozent). Beliebt sind auch Produkte, die das Wohnen sicherer machen, wie Video-Überwachung (18 Prozent), Alarmanlagen (11 Prozent) und Schließanlagen (7 Prozent). „Das Smart Home verbreitet sich nach dem Schneeballeffekt: Was bei dem einen gut funktioniert, hält wenig später Einzug bei Freunden und Bekannten“, sagt Berg.

Die meisten Smart-Home-Besitzer steuern ihre Anwendung über das Smartphone (76 Prozent), 44 Prozent greifen auf ihr Tablet zurück und 38 Prozent auf eine Fernbedienung. Deutlich aufgeholt hat in den letzten beiden Jahren der Sprachassistent, über den mittlerweile 37 Prozent ihre Geräte steuern. 2016 waren es erst 2 Prozent. Sprachassistenten verbreiten sich rasant – und sie werden in immer mehr Geräte integriert und immer selbstverständlicher genutzt

Hürde: Angst vor komplizierter Technik

Befragte, die noch keine Smart-Home-Anwendung gekauft haben, äußern häufig technische Bedenken: 37 Prozent empfinden die Installation der Technik als zu aufwendig, 33 Prozent halten die Bedienung für zu kompliziert. 36 Prozent geben an, dass die Geräte zu teuer seien, 27 Prozent halten ihren Nutzen für zu gering. 26 Prozent fürchten Hacker-Angriffe und 24 Prozent haben Angst um ihre Privatsphäre. Smart-Home-Besitzer haben sich bei der Installation ihrer Haustechnik professionelle Hilfe vom Techniker, Handwerker oder Installateur geholt (48 Prozent). Knapp jeder Vierte (23 Prozent) hat bei der Inbetriebnahme auf die Hilfe von Freunden, Bekannten und Kollegen gesetzt. 16 Prozent haben Unterstützung bei einem Familienangehörigen gesucht. Nur 9 Prozent geben an, die Lösungen selbst installiert zu haben.

Smart-Home-Anwendungen setzen sich durch
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Expertenrat gefragt

Ein Drittel der Bundesbürger (34 Prozent) würde sich gerne Rat vom Experten holen und hätte Interesse an einer Beratung zum smarten Zuhause. Davon wären 59 Prozent bereit, für eine solche Beratung zu bezahlen. „Die Angst vor technologischen Hürden sollte niemanden abhalten, sich eine Smart-Home-Anwendung zuzulegen“, sagt Berg. „Nur wenige Verbraucher installieren alles selbst, es ist vollkommen normal, sich Hilfe zu holen. Fünf Minuten Unwissenheit tauscht man hier gegen mehr Komfort, höhere Sicherheit oder ein längeres, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.“

Ausschlaggebend für den Kauf von Smart-Home-Produkten waren für Besitzer ganz unterschiedliche Gründe. Jeder Zweite wollte die Sicherheit im eigenen Heim erhöhen (56 Prozent) oder zusätzlichen Komfort und Lebensqualität (54 Prozent). Mehr als ein Drittel wollte Geld sparen (38 Prozent) oder energieeffizienter leben (36 Prozent). Bei den Kaufgründen zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während Männer vor allem Sicherheit (63 Prozent), Sparen (41 Prozent) und Spaß an der Technik (12 Prozent) angaben, führten bei Frauen eher die Gründe Komfort und Lebensqualität (59 Prozent) und Energieeffizienz (42 Prozent) zum Kauf.

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