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Unvermeidbare Abwärme aus Industrie, Rechenzentren oder Elektrolyseuren kann künftig eine wichtige Rolle für klimaneutrale Wärmenetze spielen. Eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) zeigt, dass insbesondere kontinuierliche Abwärmequellen wie Rechenzentren wirtschaftlich nutzbar seien können – ihr Systemwert könnte oft höher liegen als die Kosten der Erschließung.
Laut der EWI-Studie kann die Abwärme in neuen Fernwärmenetzen einen Systemwert von 1,9 bis 3,3 Ct/kWh erreichen, in Bestandsnetzen sogar von 3,1 bis zu 4,6 Ct/kWh. Damit stellt sie eine bislang ungenutzte, aber ökonomisch attraktive Wärmequelle dar. Durch ihre gleichmäßige Verfügbarkeit eignen sich Rechenzentren besonders für Neubaunetze, während Industrieabwärme mit hohen Temperaturen vor allem in bestehenden Wärmenetzen eingesetzt werden kann.
„Während sich Industrieabwärme mit hoher Temperatur zur Dekarbonisierung von Bestandsnetzen eignet, können Rechenzentren und Elektrolyse mit niedrigerer Temperatur zur Versorgung von Neubaunetzen genutzt werden“ erklärt Dr.-Ing. Ann-Kathrin Klaas, Co-Autorin der Studie. Entscheidend für die kommunale Wärmeplanung sei es, die jeweiligen Abwärmepotenziale zu analysieren und deren jeweiligen Eigenschaften zu berücksichtigen.
Hier können Sie die gesamte Studie herunterladen.
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