Rückblick
Mit mehr als 2.000 ausstellenden Unternehmen in 26 Hallen fand die diesjährige IFA vom 1. bis 5. September zum ersten Mal seit der Pandemie wieder in gewohntem Umfang statt. Rund 182.000 Fachbesucher und Technik-Interessierte aus 138 Ländern kamen nach Berlin, um die neuesten Produkte und Services in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte zu sehen.
„Die IFA 2023 war ein großer Erfolg. Aber wie immer gilt: Der erste Tag nach der IFA ist der erste Tag vor der IFA. Das galt noch nie so sehr wie heute, denn wir bereiten uns jetzt auf den 100. Geburtstag der IFA im Jahr 2024 vor“, so Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Veranstalterin der IFA. Die IFA fand zum ersten Mal unter neuer Leitung statt, erst im November 2022 hatten gfu und der britische Veranstalter Clarion Events Ltd. ein Joint Venture gegründet, das für die Organisation der Messe verantwortlich ist: Die IFA Management GmbH. Die Messe Berlin stellt fortan das Gelände unter dem Funkturm als Vermieter zur Verfügung.
Bereits jetzt vormerken: Die IFA 2024 findet statt vom 6. bis 10. September in Berlin und feiert dann ihren 100. Geburtstag!
Nachhaltigkeit war das große Thema auf der diesjährigen IFA in Berlin. Dies galt im Besonderen auch für die Hausgerätebranche, die in diesem Jahr wieder mit vielen Innovationen glänzte. In Kombination mit Kochshows, Verkostungen, Mitmachangeboten und attraktiver Gerätepräsentation waren diese Messehallen Publikumsmagnet. Im Folgenden werden einige spannende Haushaltsgroßgeräte-Neuheiten von HEA-Mitgliedern kurz vorgestellt:
Die Electrolux Group präsentierte unter seiner Premiummarke AEG erstmals seine AEG EcoLine. Diese Auswahl der ressourceneffizientesten Geräte des Unternehmens soll Verbraucher:innen dabei unterstützen, die Klimabelastung zu reduzieren und bietet zugleich hervorragende Performance.
Im Bereich Wäschepflege bietet AEG beispielsweise EcoLine Waschmaschinen, die eine bessere Energiebilanz aufweisen als für die Einstufung in die beste Energieeffizienzklasse A nötig ist. Zudem überzeugen sie mit ressourcenschonenden Funktionen wie AutoDose für weniger Waschmittelverbrauch und UltraWash, das effizient bei 30 °C reinigt und dabei 30 Prozent Energie spart.
GfK-Studie zeigt steigendes Verbraucherinteresse am Energiesparen
Die Einführung der AEG EcoLine kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn
aktuelle Daten des internationalen Marktforschungsinstituts GfK zeigen,
dass Energieeffizienz für Verbraucher:innen der wichtigste Grund für den
Kauf von Großgeräten wie Waschmaschinen ist. 61 Prozent der Befragten
in den fünf größten europäischen Ländern gaben im Erhebungszeitraum
zwischen Q2 2022 und Q1 2023 an, dass die Energieeffizienz bei der
Auswahl ihrer nächsten Waschmaschine ausschlaggebend sei.
Weltpremiere von SaphirMatt mit kratzfestem Glas
Auf der IFA 2023 feierte AEG auch die Weltpremiere des Induktionskochfeldes AEG SaphirMatt mit kratzfestem Glas. Das SaphirMatt-Keramikglas hält dem täglichen Gebrauch und Abrieb stand, ohne zu verkratzen. Es ist nach Herstelleraussage im Vergleich zu Standard-Glaskeramikkochfeldern bis zu viermal kratzfester und lässt sich doppelt so schnell reinigen. Die elegante, mattschwarze Oberfläche lässt jede Küche stillvoll wirken und reflektiert 80 Prozent weniger als eine Standardoberfläche.
Dass die Auswahl der Hausgeräte einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks leisten kann, zeigt sich auch Bosch überzeugt: Die Green Collection Kühl-Gefrier-Kombinationen haben nicht nur einen geringen Energieverbrauch mit Energieeffizienzklasse B, sondern werden auch mit umweltfreundlicheren Materialien hergestellt. Das Ergebnis: 33 Prozent weniger CO2 beim Produktionsmaterial im Vergleich zu einem Modell mit konventionellem Produktionsmaterial. Nutzende profitieren zudem von praktischen Funktionen: Die bewährte No Frost-Technologie verhindert die Bildung von Eiskristallen und macht lästiges Abtauen im Gefrierteil überflüssig. Im Kühlteil überzeugt das Gerät mit VitaFresh, dem Bosch Frischhaltesystem, das Lebensmittel länger frisch hält und damit hilft, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
Bosch baut sein EEK A Sortiment aus
Hausgeräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse (EEK) unterstützen
dabei, im Alltag bewusst Energie zu sparen und so die Umwelt zu schonen.
Ab September machen Geschirrspüler der besten Energieeffizienzklassen A
und B statt bisherigen 13 Prozent nun über 50 Prozent des deutschen
Sortiments der 60 cm breiten Geschirrspüler aus. Bei den Waschmaschinen
von Bosch fällt die Wahl sogar noch einfacher: Alle Bosch Waschmaschinen
ab Serie 4 sind ab 2024 in der besten Energieeffizienzklasse A. Die
Premium-Waschmaschinen der Serie 8 sind sogar 20 Prozent effizienter als
der Grenzwert zur Energieeffizienzklasse A.
Entspannt kochen
Die Schrägessen der Serie 6 und Serie 8 sind laut Hersteller im Umluftbetrieb die leisesten in Europa. Mit 59 Dezibel auf Leistungsstufe 3 sind sie gerade einmal so laut wie eine Unterhaltung zweier Personen. Der Clean Air Plus Geruchsfilter verfügt über eine Anti-Fisch- und Anti-Pollen Funktion, letztere ist einzigartig auf dem Markt. Im Vergleich zum Kassettenkohlefilter reduziert die lamellenartige Form des langlebigen Filters Gerüche zu einem sehr hohen Grad und erlaubt bei den Serie 8 Schrägessen eine Leistung von bis zu 964 m³/h⁸. Wer seine Bosch Schrägesse mit der Home Connect App verknüpft, profitiert von praktischen Funktionen. Beispielsweise lassen sich die Serien 4, 6 und 8 mit dem neuen Serie 6 Induktionskochfeld verknüpfen und können dann über Home Connect miteinander kommunizieren.
Die von Liebherr entwickelte, revolutionäre BluRoX-Technologie feierte auf der letztjährigen IFA ihre Weltpremiere und hatte auch dieses Mal wieder einen festen Platz. BluRoX setzt anstelle des Isolationsschaums einen reinen Vollvakuumkörper ein, der mit Perlit stabilisiert wird. Perlit, ein feingemahlenes Lavagestein, kann am Ende der Lebensdauer eines BluRoX-Geräts vollständig entfernt und ohne wesentliche Aufbereitung wiederverwendet werden. Ein vollständig mit Vakuum-Perlit-Technologie ausgestattetes Gerät hat zudem dünnere Wände und verschafft daher ein um rund 25 Prozent größeres Kühlvolumen im Vergleich zu konventionell isolierten Kühl- und Gefriergeräten mit denselben Außenmaßen.
Seit diesem Jahr ist der FNb 5056 auf dem deutschen Markt verfügbar, das erste Modell mit der patentierten BluRoX-Technologie: Die Tür ist mit BluRoX ausgeführt, während die Wände noch mit Vakuum-Paneelen gedämmt werden.
Dauerhaft höchste Effizienz
Eine möglichst gute Einstufung hinsichtlich der Energieeffizienz ist für
viele Kunden ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung,
besonders bei Elektrohausgeräten. Um den Stromverbrauch bestmöglich zu
senken bietet Liebherr daher neben der BluRoX-Technologie die
konventionelle Dämmung mit in die Schaumdämmung integrierten langlebigen
Vakuum-Isolationspaneelen mit Kieselsäure. Auf dieser Basis hat
Liebherr derzeit als einziger Hersteller zwei Gefriergeräte in der für
dieses Segment aktuell höchsten Energieeffizienzklasse B im Sortiment.
Mehr Platz und extra leise
Die erstmalig präsentierten 75 cm breiten freistehenden
Kühl-Gefrierkombinationen heben Frische in eine neue Dimension: Dank
ihres großzügigen Formats sind sie perfekt geeignet für große Familien
mit noch größeren Wochenendeinkäufen. Der größte BioFresh-Safe aller
Zeiten in einem Standgerät bietet ausreichend Platz und optimale
Lagerbedingungen für frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und
Milchprodukte. Trotz seiner Größe lässt er sich dank InteriorFit elegant
und nahtlos in eine Küchennische integrieren – so wie jeder andere
Liebherr.
Rekordverdächtig ist die breite Auswahl an extrem leisen Geräten, die mit der Beschreibung „UltraSilent“ gekennzeichnet sind. Die leisesten Liebherr Kühlschränke aller Zeiten sind fünf Einbaugeräte mit nur 27 dB. Auf der IFA 2023 werden sie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, die dann ab dem nächsten Jahr den Klang der Stille genießen kann.
Die spektakulärste Produktneuheit zur IFA ist der Miele Aerium zur praktischen Auffrischung von Kleidung und anderen Accessoires. Das edle Kleid ist nach wenigen Stunden schon ganz zerknittert, im Sakko stecken die Küchenaromen aus der Pizzeria, der Mantel hat eine Regendusche abbekommen? Dafür präsentiert Miele den Aerium – einen Wäschepflegeschrank zum Auffrischen, Glätten und Trocknen aller Arten von Textilien sowie Schuhen durch Luft, Dampf und feine Düfte, aber ohne Waschmittel und größere Mengen an Wasser.
AI Diagnostics spart Geld, Zeit und ist gut fürs Klima
Hat ein Hausgerät eine Fehlermeldung, ist die erste Frage „Was tun?“.
Antwort kommt von der neuen Anwendung AI Diagnostics in der Miele App.
AI Diagnostics identifiziert die wahrscheinlichste Fehlerquelle und
liefert in der App eine Anleitung zur Selbsthilfe. Führt die nicht zum
Erfolg, ist der direkte Kontakt zum Miele-Service verfügbar. Wenn der
Techniker erst gar nicht anreisen muss, spart das Geld, lästige
Terminvereinbarungen und ist unter dem Strich durch jeden nicht
gefahrenen Kilometer gut fürs Klima.
In einer späteren Ausbaustufe soll die KI über die Auswertung von
Sensordaten Gerätestörungen sogar vorhersagen. Ein Beispiel ist
übermäßige Schaumbildung in Folge hoher Waschmitteldosierung durch
Kundinnen und Kunden bei gleichzeitiger Teilbeladung des Geräts. Die KI
gibt dann Handlungsempfehlungen zur richtigen Dosierung. AI Diagnostics
wird in wenigen Monaten in der App zunächst für Waschmaschinen verfügbar
sein, dann sukzessive weiter ausgerollt.
Spielerisch Energie sparen mit dem Consumption Dashboard
Mit dem beliebten Feature Consumption Dashboard in der Miele App haben Kundinnen und Kunden volle Transparenz zum Strom- und Wasserverbrauch von Waschmaschine und Geschirrspüler. Das gilt für einzelne Programme, inklusive Informationen über Durchschnittswerte sowie Tipps für eine effizientere Verwendung der Geräte und Analysen. Neu ist in diesem Zusammenhang der „Monthly Report”. Der zeigt die Nutzung von Ecoprogrammen im Vergleich zu vorangegangenen Monaten an und animiert dazu, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen – Challenge inklusive: Wer mag, kann seine Ergebnisse mit den durchschnittlichen Nutzungsdaten anderer Miele-User vergleichen.
Mehr Kontrolle beim Kochen, weniger Stress: Mit dem neuen Bratsensor Pro von Siemens können Nutzerinnen und Nutzer aus 11 Stufen zwischen 70 °C und 220 °C wählen, um künftig die Hitze im Kochgeschirr und damit auch das Bratergebnis noch besser zu kontrollieren. Das macht Anbraten, Dünsten oder Schmelzen einfach und stressfrei regulierbar. Dahinter steckt nach Nutzer-Umfragen von Siemens ein großer Bedarf. Demnach ist die größte Angst vieler Menschen beim Kochen, dass ihnen etwas anbrennt oder verkocht. Ihnen gibt die neue Technologie nun mehr Überblick und genauere Steuerungsmöglichkeiten an die Hand. Während beispielsweise 70 °C ideal zum Schmelzen von Schokolade oder Butter sind, werden Kartoffelpuffer bei 220 °C schön knusprig.
Dabei könnte man die Pfanne getrost allein lassen, denn der Bratsensor Pro misst und kontrolliert ständig die Temperatur im Kochgeschirr und erhöht oder verringert automatisch die benötigte Leistung. Zusätzliche Hilfe bietet die Vernetzung über das Smart Kitchen Dock oder die Home Connect App. Wer sich unsicher ist, welche Temperatur die richtige ist, spricht einfach mit dem digitalen Helfer, zum Beispiel: „Alexa, frag mein Kochfeld, wie brate ich Steaks!“
Mit der Favoriten-Taste lassen sich zusätzliche Funktionen
hinterlegen oder auch andere vernetzte Geräte außerhalb der Küche
aktivieren. So ist es beispielsweise möglich, dass beim kurzen Drücken
der Taste die Lieblings-Playlist startet, während die Wärmeschublade das
Geschirr vorheizt und die Kinder per Push-Nachricht zum Essen gerufen
werden. Die Home Connect App und Partner IFTTT machen es leicht, eigene
Wünsche einzugeben.
Passend zum Kochfeld bringt Siemens Hausgeräte rechteckige Flex-Pfannen
in drei Größen auf den Markt. Sie passen exakt zu den flexiblen
varioInduktions-Kochzonen, für die sie entwickelt wurden.
Einbaukühlschränke im neuen Großformat
Einer Revolution für den Küchenfachhandel kommen die neuen XL- und XXL-Einbaukühlgeräte gleich. Mit ihnen feiert eine 194 Zentimeter hohe und 75 Zentimeter breite Nische Premiere, die Siemens nach Gesprächen mit zahlreichen, führenden Möbelherstellern am Markt etablieren möchte. Die extragroßen Geräte bieten neben viel Platz auch spezielle Frischezonen für die längere Haltbarkeit von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch.
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