Markt
Der Absatz von Heizungen in Deutschland ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gefallen. Laut Jahresbilanz des Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden nur rund 627.000 Anlagen verkauft – 12 % weniger als im ohnehin schwachen Vorjahr. Damit ist der Markt bereits das zweite Jahr in Folge rückläufig.
Politische Unsicherheiten bremsen Investitionen: Unklare Vorgaben nach der Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes 2023 und unzureichende Orientierung durch kommunale Wärmepläne führen dazu, dass Verbraucher Entscheidungen über neue Heizungen aufschieben. Trotz des starken Wachstums bei Wärmepumpen (+55 % auf rund 299.000 Geräte) kann der Einbruch im Gesamtmarkt nicht kompensiert werden. Auch Biomasse-Heizungen bleiben auf niedrigem Niveau.
Die geringe Modernisierungsrate wirkt sich langfristig negativ aus: Über 40 % der Heizungen im Bestand entsprechen nicht dem Stand der Technik, viele Anlagen sind älter als 30 Jahre. Um Klimaziele zu erreichen, müssten jährlich etwa eine Million Heizungen modernisiert werden.
Auch Systemkomponenten wie Lüftungsanlagen, Umwälzpumpen oder Heizkörper sind betroffen, da ihr Absatz parallel zum Heizungseinbau schwach bleibt. Eine verlässliche politische Rahmensetzung und stabile Förderungen sind notwendig, um Modernisierung und Investitionen anzukurbeln, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Wärmewende voranzubringen.
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