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Mit dem dena-Gebäudereport 2026 legt die Deutsche Energie-Agentur (dena) eine umfassende Datensammlung zum Klimaschutz im Gebäudebestand vor. Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Gebäudesektor liegt weiterhin über dem vorgesehenen Emissionspfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 gilt als grundsätzlich möglich, stellt jedoch weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe dar.
Zugleich verdeutlicht der Bericht das Modernisierungspotenzial im Bestand. Mehr als fünf Millionen Heizungen sind älter als 30 Jahre. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmemarkt sowie eine anhaltende Marktdynamik bei Wärmepumpen gelten daher als zentrale Hebel für die kommenden Jahre. Seit 2019 hat sich der Anteil der Wärmepumpen im Gebäudebestand nahezu verdoppelt und lag 2024 bei 4,3 Prozent. Während sie im Neubau weitgehend etabliert sind, liegt die zentrale Herausforderung im deutlich größeren Bestand. Über die vergangenen 25 Jahre betrachtet ist die Wärmepumpe prozentual stärker gewachsen als jedes andere Heizungssystem.
Auch im Strombereich zeigen sich differenzierte Entwicklungen: Bis September 2025 wurden rund 6,2 Gigawatt Dach-Photovoltaik neu installiert – weiterhin auf solidem Niveau, jedoch unterhalb der Rekordjahre 2023 und 2024. Der Speichermarkt entwickelt sich dagegen dynamisch weiter: Die installierte Gesamtleistung stieg bis September auf rund 15,6 Gigawatt.
Im Bereich Neubau blieb die Bautätigkeit 2024 rückläufig. Gleichzeitig reduzierte sich der sogenannte Bauüberhang – also die Zahl der genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen – auf 738.000 Wohneinheiten. Im Bestand zeigt sich weiterhin ein hohes Marktpotenzial: 163.872 geförderte Energieberatungen im Jahr 2024 (+30 Prozent gegenüber 2023) unterstreichen das wachsende Interesse an energetischer Modernisierung.
Der Gebäudesektor ist zudem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund 3,7 Millionen Arbeitsplätze sind in Handwerk, Industrie und Handel mit ihm verbunden. Die Gebäudewende kann damit Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verknüpfen.
Weitere Informationen sowie den vollständigen Report finden Sie hier.
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