Veranstaltung
Auf der 9. Jahresveranstaltung der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) am 20. November 2025 in Berlin diskutierten mehr als 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, wie Unternehmen Energieeffizienz und Klimaschutz erfolgreich voranbringen können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie freiwilliges Engagement, verlässliche politische Rahmenbedingungen und praxisnaher Austausch zusammenwirken müssen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland resilienter und unabhängiger von Energie- und Rohstoffimporten zu machen.
Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), betonte die hohen Herausforderungen durch steigende Energiekosten und regulatorische Anforderungen. Zugleich unterstrich sie, dass Klimaschutz eine wirtschaftliche Chance sei und Effizienzfortschritte die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken. Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung der dena, moderierte den politischen Vormittag und hob die Netzwerkinitiative als bewährtes Erfolgsmodell hervor, das Unternehmen seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich unterstützt.
Wie Netzwerkarbeit konkret wirkt, zeigte Dr. Andreas Gahl, Geschäftsführer der MPG Mendener Präzisionsrohr GmbH. Das Unternehmen verfolgt im Rahmen des Mendener Netzwerks ambitionierte Klimaschutzziele bis hin zur treibhausgasneutralen Produktion und machte deutlich, dass insbesondere bei der Energieeffizienz weiterhin erhebliche wirtschaftliche Potenziale bestehen. Aus wissenschaftlicher Perspektive verwies Friedrich Seefeldt (Prognos AG) auf die Bedeutung einer flächendeckenden Digitalisierung für eine wettbewerbsfähige Energieversorgung.
In der politischen Podiumsdiskussion standen Investitionssicherheit, verlässliche Förderrahmen und Planungssicherheit für Unternehmen im Fokus. Vertreterinnen und Vertreter von BMUKN, BMWE, VKU und BDEW betonten, dass Klimaziele zugleich Investitionsziele seien und freiwilliges Engagement der Wirtschaft durch geeignete Rahmenbedingungen weiter gestärkt werden müsse.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung besonders engagierter Netzwerke, darunter das Netzwerk en2x der deutschen Raffinerien, das konzerninterne Netzwerk Effinet@SCHOTT 3.0 sowie das Netzwerk Energieeffizienz in bayerischen Brauereien und Molkereien. Am Nachmittag vertieften Fachpanels und offene Diskussionsformate unter anderem zu Wärmemanagement, Abwärmenutzung und neuen Geschäftsmodellen den Praxisbezug. Zudem wurde die Deutsche TOP TENs – List of Energy Efficiency offiziell vorgestellt, auf der auch die Netzwerkinitiative vertreten ist.
Mehr über die Initiative und zu den Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerken erfahren Sie hier www.effizienznetzwerke.org
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