Branche
Der Fachkräftebedarf in den Elektro- und informationstechnischen Handwerken ist weiter rückläufig. Aktuell verzeichnen die Betriebe rund 65.000 offene Stellen – etwa 18 % weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend fort, der sich bereits seit 2024 abzeichnet. Nach dem Höchststand im Jahr 2023 mit knapp 97.000 offenen Stellen hat sich die Nachfrage spürbar abgeschwächt.
Besonders deutlich ist der Rückgang bei an- und ungelernten Helfern. Hier hat sich die Zahl der offenen Stellen seit 2023 mehr als halbiert. Qualifizierte Fachkräfte wie Gesellen, hochqualifizierte Gesellen und Meister bleiben hingegen weiterhin gefragt, auch wenn der Bedarf in diesen Qualifikationsstufen ebenfalls leicht zurückgegangen ist. Die Entwicklung spiegelt die derzeit angespannte gesamtwirtschaftliche Lage wider, geprägt von der anhaltenden Baukrise, einer niedrigen Sanierungsquote sowie einer gedämpften Dynamik bei Energiewende, Elektromobilität und Photovoltaik.
Trotz der aktuellen Entspannung am Arbeitsmarkt bleibt der Fachkräftebedarf für die E-Handwerke eine zentrale Herausforderung. Der demografische Wandel und die fortschreitende Elektrifizierung von Gebäuden, Mobilität und Industrie werden den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften langfristig hochhalten. Vor diesem Hintergrund unterstreicht der ZVEH die Bedeutung von Ausbildung und Qualifizierung, um die Leistungsfähigkeit der Branche auch in Zukunft zu sichern.
Die vollständige Meldung sowie Erhebung finden Sie beim Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).
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