Für die Berechnung der Lüftungstechnischen Maßnahmen gemäß der DIN 1946 hat die HEA zusammen mit dem Bundesverband für Wohnungslüftung e.V.und dem Institut für Technische Gebäudeausrüstung (ITG), Dresden, ein Auslegungsprogramm auf Excel-Basis entwickelt und im Jahr 2009 aktualisiert. Es stellt die verschiedenen Lüftungsmöglichkeiten und ihre Auswirkungen auf das Lüftungskonzept schnell und übersichtlich dar.
Die Software ist sowohl für die Varianten der freien Lüftung über Schächte oder Ventile als auch für die der ventilatorengestützten Lüftung ausgelegt. Mit seiner Hilfe lassen sich die Außenluftvolumenströme und die Volumenströme durch Lüftungskomponenten schnell und sicher berechnen. Dazu lassen sich besondere Anforderungen an Hygiene, Energieverbrauch und Schallschutz eingeben. Soweit in der Norm vorgesehen, können individuelle Messergebnisse eingepflegt werden, zum Beispiel Blower-Door- Messungen.
Die aktuelle Fassung bietet gegenüber dem Vorläuferprogramm folgende erweiterte Planungsgrundlagen: Einteilung in Windgebiete, Berechnung der Infiltration, Algorithmen für Einzelraumgeräte, Lüftung innen liegender Räume nach DIN 18017-3, Formblätter Inbetriebnahmen und Wartung, Schnittstelle zur DIN EN 12831 als Luftmengenplan.
Das komplette Programm ist im HEA-Shop zu bestellen.
Für die Abfrage der Lüftung zum Feuchteschutz bietet die HEA auch ein kleines Programmtool an, das hier kostenlos erhältlich ist. Mit dessen Hilfe kann selbst der interessierte Laie schnell ermitteln, ob für das fragliche Gebäude Lüftungstechnische Maßnahmen für den Feuchteschutz notwendig sind.
Seit Anfang 2009 liegen die Grundlagennormen zur Wohnungslüftung in neuen Versionen vor. Über den entsprechenden Link finden Sie Fragen und Antworten zu der jeweiligen Norm, die Ihnen im Bedarfsfall zusätzliche Informationen und Interpretationen geben sollen.
Mit strengeren Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden kommt der Wohnungslüftung eine immer größere Bedeutung zu. Das Thema Lüftung kann nicht mehr so einfach nebenbei mit dem Verweis auf die Fensterklüftung abgehandelt werden. Seit fast einem Jahr hat sich die DIN 1946 Teil 6 als Grundlage für die Erarbeitung eines Lüftungskonzeptes fest etabliert. Planer und Bauherren können damit die Notwendigkeit von Lüftungstechnischen Maßnahmen im Gebäude erkennen und rechtssichere Empfehlungen geben. Lüftungstechnische Maßnahmen nach DIN 1946-6 sind:
Freie Lüftungssysteme
Ventilatorgestützte Lüftungssysteme
In Abhängigkeit der Anforderungen von Planer und Bauherr werden die Systeme festgelegt und es gibt klare Grundlagen für die Bemessung und die Ausführung. Wie bei jeder neuen Regelung tauchen in der Praxis immer wieder Fragen auf, wie verschiedene Sachverhalte denn genau zu verstehen sind, und wie Schnittstellen mit anderen Normen zu interpretieren sind. Verschiedene Experten aus dem Normungsgremium des DIN haben sich deshalb entschlossen, eine Zusammenstellung der häufigsten Fragen zu erstellen und Antworten dazu zu geben. Diese Sammlung soll den Anwendern den Umgang mit der Norm erleichtern und wichtige Hinweise und Verknüpfungen aufzeigen.
Hinweis: Die Sammlung ist nicht Bestandteil der Norm und kann deshalb auch die Sachverhalte nicht juristisch verbindlich festlegen.
Fragen, Kommentare und Hinweise zu diesen Normen können Sie formlos an die E-mail Adresse faq@kwl-info.de richten. Es wird versucht Ihre Fragen zeitnah zu beantworten und zu veröffentlichen.