Wie alle Haushaltsgeräte müssen auch Kühl- und Gefriergeräte nach dem in der EU geltenden Stand der Sicherheitstechnik hergestellt werden. Wichtige Hinweise über die Sicherheit von Elektrogeräten können dem Typenschild entnommen werden, das dauerhaft und gut lesbar auf den Geräten angebracht ist.
Bild: Typschild
Es enthält Sicherheitskennzeichen und wesentliche Kenndaten für den richtigen Anschluss und die Nutzung des Gerätes. Werden Geräte in einer der vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung anerkannten Prüfstelle einer Bauartprüfung unterzogen und sind alle Forderungen des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG) erfüllt, so wird entweder das VDE-Zeichen oder das GS-Zeichen vergeben.
Auf einem Typenschild befinden sich folgende Angaben:
Die Gebrauchsanweisung gibt an, an welcher Stelle im/am Gerät sich das Typenschild befindet.
Für die Qualitätserhaltung der eingelagerten Lebensmittel ist wichtig, dass die Temperatur während der Lagerdauer möglichst konstant bleibt. Damit ein eventueller Temperaturanstieg im Gerät nicht unbemerkt bleibt, sind einige Kühl-/Gefriergeräte mit einer Temperaturanzeige bzw. einem Warnsystem als Sicherheitseinrichtungen für den Betrieb ausgestattet. Die Temperaturanzeige befindet sich entweder innen oder außen am Gerät. In vielen Fällen handelt es sich um eine Digitalanzeige, auf der die Innentemperatur gradgenau abgelesen werden kann. Bei Kühl-Gefrierkombinationen werden oft sowohl die Kühl- als auch die Gefriertemperatur angezeigt (siehe Kapitel 4.2.2).
Sollte es zu einem unzulässigen Temperaturanstieg (ca. 3-5 °C über der eingestellten Temperatur) in einem Gefriergerät kommen, so kann dies verschiedenartig angezeigt werden:
Zusätzlich besitzen einige Geräte eine Netzausfallanzeige. Sollte es zu einem Stromausfall kommen, so wird dies durch ein Signal und der Anzeige im Display, nachdem das Netz wieder vorhanden ist, angezeigt. Die höchste durch den Störfall erreichte Temperatur kann durch Drücken der Alarmtaste abgelesen werden. Letzteres wird auch als Memory-Funktion bezeichnet.
Außerdem gibt es Tür-Tonwarner, die ertönen, wenn die Gerätetür zu lange (z. B. 30, 60 oder 120 sec., modellabhängig) geöffnet oder nicht richtig geschlossen (nach ca. 0,5 sec.) ist.
Der Netzschalter ist bei einigen Geräten kindergesichert. Ein Hersteller bietet eine Kühl-Gefrier-Kombination mit einem Schnellkühlfach, in dem 6 x schneller als im Kühlschrank oder 30 % schneller als im Gefrierfach Dosen, Tetrapak und Flaschen bis zu 2 l schnell heruntergekühlt werden können (Electrolux).
Darüber hinaus besitzen manche Geräte eine „Party-Automatik“. Dies ist eine Zeitautomatik, die beim Kühlen von Getränkeflaschen im Gefrierteil eingeschaltet wird. Nach 30 Minuten gibt es ein akustisches Signal, so dass die Flaschen nicht zu lange im Gefriergerät bleiben und platzen können.
Bei Gefriergeräten sorgt eine gute, starke Dämmung nicht nur für einen geringeren Stromverbrauch, sondern erhöht auch die mögliche Lagerdauer bei einer Gerätestörung bzw. einem Stromausfall. In den Gebrauchsanweisungen bzw. Geräteinformationen der Hersteller wird auch die „Lagerzeit bei Störung“ angegeben. Dabei handelt es sich um die Anzahl der Stunden, in der sich die Lebensmittel bei voll beladenem Gerät von -18 °C auf -9 °C erwärmen. Bei Teilbeladung ist diese Zeit kürzer. -9 °C ist durchaus noch eine sichere Lagertemperatur. Im Vergleich dazu haben die Ein-Stern-Fächer in Kühlschränken nur -6 °C. Dennoch können die meisten gefrorenen und tiefgefrorenen Lebensmittel bei gutem Qualitätserhalt im Allgemeinen bis zu drei Tagen darin bevorratet werden. Bei -9 °C verlängert sich diese Lagerzeit. Evtl. vorhandene Kälteakkus (Positionierung siehe Gebrauchsanweisung) erhöhen bei der Unterbrechung der Stromzufuhr die Lagerdauer des Gefriergutes. Diese erhöhte Lagerdauer ist aber bereits in der Angabe der maximalen Lagerdauer enthalten. Das Gefriergerät sollte während der Betriebsstörung und in der Zeit danach bis das Gerät wieder -18 °C erreicht hat, möglichst nicht geöffnet und der Aufstellungsraum kühl gehalten werden. Einige Gerätehersteller bieten einen jederzeit telefonisch erreichbaren Notdienst beim Ausfall eines Gerätes an.
Einige Hersteller bieten unter anderem Kühl-Gefrierkombinationen und/oder Gefrierschränke an, die vernetzungsfähig sind. Sie sind in der Produktbeschreibung gekennzeichnet durch Begriffe wie Net@home (Liebherr) oder Miele@home. Dafür werden diese Geräte jeweils mit einem Kommunikationsmodul – auch Power-Line-Modul genannt − ausgestattet, welches für die Übertragung der Gerätedaten auf die Stromleitung und die Weiterleitung an andere Systemkomponenten zuständig ist. Dies kann ein dazugehörendes Info-Modul sein, welches in jede beliebige Steckdose gesteckt werden kann und jederzeit den aktuellen Status der vernetzten Geräte wie Herd, Waschmaschine, Geschirrspülmaschine, Gefrierschrank oder Kühl-Gefrierkombination anzeigt. Außerdem werden auch Warnmeldungen bei Störung eines Gerätes − wie zum Beispiel „Tür offen“ oder „Temperaturalarm“ − gegeben. Zusätzlich zum Info-Modul gibt es teilweise auch noch ein Mobilteil, welches im und am Haus immer mitgenommen werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist es, dass ein im Keller stehender Gefrierschrank über das Elektronik-Display der Kühl-Gefrierkombination gesteuert wird.