3 Vorgaben für den Einsatz der Kochstelle

Um den Genuss und die Bekömmlichkeit von Lebensmitteln zu steigern, müssen diese einer Wärmebehandlung unterzogen werden. Die benötigte Wärmezufuhr wird von der Kochstellenbeheizung auf den Topfboden und damit auf das Gargut übertragen. Durch die Regelung der Wärmezufuhr lassen sich auf den Kochstellen eine Vielzahl verschiedener Garverfahren durchführen.

Kochsystem

Bild: Kochsystem

Damit die Lebensmittel energiesparend zubereitet werden können, müssen die beteiligten Komponenten ein gut funktionierendes Kochsystem bilden. Dies ist von Seiten der Gerätehersteller durch eine Anpassung der Heizelemente, feinfühlige Regelorgane und die verschiedenen Beheizungsarten bei Kochzonen bereits optimiert worden. Der Schwachpunkt in diesem System stellt die Übertragung der Wärme auf den Kochtopf dar. Schlechte, unebene Töpfe übertragen die Wärme ungleichmäßig und erzielen damit ungenügende Garergebnisse. Die Ankochzeiten und damit der Stromverbrauch (Wirkungsgrad) stehen ebenfalls in unmittelbarem Zusammenhang mit der Eignung und der Qualität des Kochgeschirrs. Eine Kochstelle ist somit nur so gut wie der verwendete Topf. Die Qualität eines Topfes lässt sich beim Kauf vor Ort jedoch nicht überprüfen. Ob ein neu erworbener Topf einen hohen Ankochwirkungsgrad erzielt oder eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzt, und ob der Boden trotz hoher Hitze stabil bleibt, kann lediglich im täglichen Gebrauch festgestellt werden.

Garverfahren auf der Kochstelle
Garverfahren Temparatur Lebensmittel, Beispiele
Blanchieren
Kurzes garen von rohen Lebensmitteln in reichlich siedendem Wasser oder im Wasserdampf
ca. 100 °C Gemüse, Kartoffeln und Obst
Braten und backen in der Pfanne oder im Wok
Bräunen und garen in wenig heißem oder eigenem Fett
140 bis 230 °C Fleisch, Fisch, Eierspeisen, Bratkartoffeln
Dämpfen
Garen im Wasserdampf im geschlossenen Kochgeschirr mit Siebeinsatz
ca. 100 °C Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Fisch
Druckgaren
Garen im Spezialgefäß (Schnellkochtopf oder -pfanne) unter Druck
bis 120 °C Lebensmittel mit langer Gardauer, z.B. Hülsenfrüchte und Fleisch
Dünsten
Garen im geschlossenem Kochgeschirr
  • im eigenen Saft
  • mit wenig Flüssigkeit, meist unter Zugabe von wenig Fett
ca. 100 °C Gemüse, Obst, Kartoffeln, Fleisch und Fisch
Erwärmen
langsame Wärmezufuhr zum Erreichen einer Verzehrtemparatur
50 bis 70 °C alle Lebensmittel
Fritieren
Garen und bräunen im heißen Fett schwimmend
150 bis 180 °C Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Gebäck und Kartoffeln
Garziehen
langsames garen in viel Flüssigkeit, im offenen oder geschlossenem Kochgeschirr
75 bis 95 °C Klöse, Knödel, Brühwürste, Brühe für Suppe
Kochen
Garen mit viel Flüssigkeit im geschlossenem Kochgeschirr
ca. 100 °C Fleisch, Geflügel, Fisch, Krusten- und Schalentiere
Quellen
Garen durch Aufnahme von Flüssigkeit unter Volumenzunahme im geschlossenem Kochgeschirr
von ca. 100 °C fallend auf 70 ° C Nährmittel und Teigwaren
Schmelzen
langsame Wärmezufuhr bis zum Schmelzpunkt im Wasserbad oder offenem Kochgeschirr
ca. 60 °C Schokolade, Gelatine, Tortenguss
Schmoren
Bräunen in Fett mit offenem Kochgeschirr und anschliessend Garen mit wenig Wasser im geschlossenem Kochgeschirr
ca. 180 °C nach Flüssigkeitzugabe ca. 100 ° Fleisch, Fisch und Gemüse