4.5 Topferkennung und Topfgrößenerkennung (Küppersbusch)

Bei Glaskeramikkochfeldern mit Topferkennung ermitteln unter der Glaskeramikkochfläche liegende Sensoren (Induktionsspulen = induktive Topferkennung), ob ein Topf auf der Kochzone steht. Nur dann wird die eingeschaltete Kochzone beheizt.

Funktionsschema Topferkennung

Bild: Funktionsschema Topferkennung, induktiv

Nach dem Einschalten der Kochzone wird ein elektromagnetisches Feld rund um die Kochzone erzeugt, das sich beim Aufsetzen oder Abheben metallischer Töpfe verändert und damit die Topferkennungsfunktion auslöst. In Verbindung mit einem entsprechenden elektronischen Steuerelement schaltet sich die Kochzone ein oder aus. Die abgestimmte Sensorik spricht auf ausreichend großes Geschirr an. Wird das Kochgeschirr weg- oder beiseitegenommen, so schaltet die Energiezufuhr der Kochstelle ab. Geschirr mit wesentlich kleinerem Durchmesser wird nicht erkannt. Nichtmetallisches Geschirr, wie z.B. Glas, Porzellan, kann nur dann verwendet werden, wenn sich die Topferkennung für diesen Anwendungsfall abschalten lässt. Ein akustisches und/oder optisches Signal erinnert daran, dass die Kochstelle noch eingeschaltet, aber unbeheizt ist. Da die Sensorik der induktiven Topferkennung auf Metall reagiert, dürfen keine größeren metallischen Gegenstände wie Topfdeckel, Kuchenbleche und ähnliches auf der Kochzone abgelegt werden.

Mehrkreiskochzonen mit Topferkennung können zusätzlich über eine Topfgrößenerkennung verfügen, die nicht nur registriert, ob ein Kochgeschirr auf der Kochzone steht, sondern auch dessen Größe. Abhängig davon wird die entsprechende Anzahl von Heizkreisen automatisch eingeschaltet. Eine manuelle Anpassung der Größe von Kochzone an das Kochgeschirr entfällt.

Die zur Erfassung notwendigen Sensoren können unterschiedlich angebracht sein:

  • Im Isolierring jedes Segments der Strahlungsbeheizung. Zur Topfgrößenerkennung müssen bei Mehrkreiskochzonen weitere Sensoren eingearbeitet werden.
  • Durch eine gebogene Drahtspule (einwindige Topferkennung), die an die jeweilige Kochzonenart angepasst ist und oberhalb der Kochzonenbeheizung, aber unterhalb der Glaskeramikkochfläche liegt. Durch die individuelle Form der Drahtspule kann mit einem Einbauteil sowohl die Topf- sowie Topfgrößenerkennung abgedeckt werden.
Einwindige Topf-/Topfgrößenerkennung für eine Zweikreiskochzone

Bild: Einwindige Topf-/Topfgrößenerkennung für eine Zweikreiskochzone