Einbaugeräte ermöglichen zusammen mit den passenden Küchenmöbeln eine individuelle Planung sowie Gestaltung der Küche und bieten viele Kombinationsmöglichkeiten.
Das Marktangebot für Unterbauherde ist sehr gering und zielt nur noch auf den Ersatzbedarf ab.
Der Unterbauherd besteht aus:

Bild: Unterbauherd
Unterbauherde haben eine Höhe von 82 cm und passen damit problemlos unter jede durchgehende Arbeitsfläche mit einer Arbeitshöhe von 86 cm. Wird aus ergonomischen Gründen eine Arbeitshöhe von 91 oder 96 cm gewählt, muss die Sockelhöhe der Geräte angepasst werden. Die angebotenen Geräte haben eine Tiefe von 60 cm sowie wahlweise 45, 50 oder 60 cm Breite.
Ergänzt wird der Unterbauherd durch eine Einbaukochstelle (Kochmulde oder Kochfeld) ohne Bedienelemente, die direkt über dem Herd in die Arbeitsplatte eingesetzt wird. Durch Steckvorrichtungen werden die Kochstellen mit der Bedienblende des Unterbauherdes verbunden und müssen deshalb vom gleichen Hersteller sein.
Der Einbauherd besteht aus:

Bild: Einbauherd
Das Angebot umfasst Geräte mit einer Höhe von 58 bis 60 cm und einer Tiefe von 54 bis 56,7 cm. Die Breite schwankt in Abhängigkeit der Möbelbreite von 56 cm für 60 cm breite bzw. 66 cm für 70 cm breite Unterbauschränke. Da der Einbauherd über keine eigenen Füße verfügt, benötigt er einen Möbelumbauschrank und wird mit einer Einbaukochstelle ohne Bedienelemente kombiniert.
Unter einer Einbaukochstelle versteht man sowohl Einbaukochmulden als auch Einbaukochfelder, die in die Arbeitsplatte eingebaut werden und alle notwendigen Bauteile für die Wärmeabgabe an ein Kochgeschirr enthalten. Sie unterscheiden sich lediglich durch die Anbringung der Bedienelemente und durch die Ausführung. Die Höhe (= Einbautiefe) schwankt je nach Bauart zwischen 2,5 und 16,5 cm.
Die Einbaukochmulde besteht aus emailliertem Stahl oder Edelstahl und wird in unterschiedlichen Formen, mit 2, 3 oder 4 Gusskochplatten und zum Teil mit zusätzlicher Abstellfläche angeboten. Die Gerätegröße (= Einbaumaße) variiert von 26 bis 75 cm Breite und 46,8 bis 49,5 cm Tiefe.
Das Glaskeramikkochfeld verfügt über einen Rahmen, seitliche Lisenen oder ein Frontprofil aus emailliertem oder beschichtetem Metall, Edelstahl oder Aluminium. Die nicht eingefassten Ränder haben i.d.R. einen Facettenschliff, d.h.eine schräg nach unten verlaufende Kante.
Rahmenlose Kochfelder zum flächenbündigen Einbau können komplett in eine Arbeitsfläche z.B. aus Stein oder Granit eingelassen werden.
Einbaukochfelder gibt es in verschiedenen Formen und Größen mit einer unterschiedlichen Zahl an Kochzonen auf einer Glaskeramikfläche.

Bild: Einbaukochfeld mit -schaltkasten und Einbaubackofen
Verfügt das Einbaukochfeld über 4 bis 5 Kochzonen, erfolgt die Anordnung der Kochzonen nebeneinander, paarweise hintereinander oder versetzt. Sie werden z.T. durch eine Warmhaltezone oder Abstellfläche ergänzt. Der Gerätemarkt bietet Kochfelder in einer Breite von 45 bis 116,9 cm. Die Tiefe liegt zwischen 49 und 70,8 cm.
Einzelkochzonen werden in sechseckiger Form (Küppersbusch) angeboten. Die Bedienelemente sind in einem separaten Schaltmodul untergebracht.
Bei zwei Kochzonen (Dominokochstellen, Modularsystem) sind diese hintereinander angeordnet. Die Einbaubreite schwankt zwischen 26,6 und 39,4 cm, die Einbautiefe zwischen 50 und 51,9 cm. Sie können mit Strahlungs- oder Induktionsbeheizung oder Rohrheizkörper ausgestattet sein.
Mit Dominokochfeldern bzw. Kochfeldern aus dem Modularsystem können Sondergeräte wie Einbaugrill (Lava- oder Glaskeramikgrill), Einbaufritteuse, Einbaudampfgarer (Gaggenau), Einbauwok (AEG) oder Teppan Yaki Grill (Induktions Teppan Yaki bei AEG) kombiniert werden.
Kochzonen können mit verschiedenen Beheizungsarten ausgestattet sein (s. Kapitel 4.2.3). Die Kochfelder verfügen meist über eine Restwärme-/Heißanzeige, die die noch vorhandene Restwärme signalisiert und anzeigt, wann ein Kochfeld gereinigt werden kann.
Zusätzlich sind folgende Ausstattungen möglich:
Einbaukochstellen ohne Bedienelemente haben mit 66 % einen relativ hohen Marktanteil, der in den letzten Jahren allerdings stark abgenommen hat. Sie können nur in Verbindung mit einer Bedienung genutzt werden. Dazu eignet sich:
Bei den beiden letzten Möglichkeiten kann der Backofen räumlich getrennt von der Kochstelle eingebaut werden. Sie gelten dann als eigenständige Geräte.
Autarke Einbaukochstellen sind eigenständige Geräte und können räumlich getrennt vom Backofen eingebaut werden, da die notwendigen Bedienelemente für die Kochstellen und Sonderausstattungen, wie z.B. Zeitschalter, bereits im Gerät integriert sind.

Bild: Autarkes Einbaukochfeld
Die Bedienelemente liegen meist an der Vorder- oder rechten Seitenkante. Der Markt bietet:

Bild: Autarkes Einbaukochfeld 60 cm, autarkes Einbaukochfeld 80 cm
Autarke Kochfelder haben einen Marktanteil von 34 % mit steigender Tendenz.
Zusätzlich kann eine zweite, erhöhte Ebene mit einer Abstellfläche und zusätzlicher Grillfläche angebracht sein. Aufgrund der zweiten Ebene beträgt die Einbauhöhe bis zu 16,5 cm. Zur Nutzung der tieferliegenden Kochstellen wird die untere Ebene manuell oder elektrisch auf Knopfdruck nach vorne herausgefahren. Die Bedienung erfolgt durch frontal angebrachte Drehschalter oder obenliegende Berührungstaster (Küppersbusch).
Der Einbauschaltkasten umfasst alle Bedienelemente für die Einbaukochmulde bzw. für das Einbaukochfeld. Er wird in einen Möbelschrank unter der Arbeitsplatte oder in einem Oberschrank installiert. Das Geräteangebot umfasst Schaltkästen mit folgenden Maßen: Breite: 35 bis 56,8 cm; Tiefe: 11 bis 38,3 cm; Höhe: 6,8 bis 13,5 cm.
Der Einbaubackofen besteht aus:
Das Angebot umfasst Geräte mit einer Breite von 54 bis 56 cm, die vorrangig in einen dafür vorgesehenen 60 cm breiten Hochschrank in Sichthöhe eingebaut werden. Dadurch ergibt sich für den Benutzer eine ergonomisch zweckmäßige Arbeitshöhe. Beim Einbau in einen Hochschrank muss die ausreichende Belüftung des Gerätes über die Rückwand oder ein Luftgitter gesichert sein. Einbaubacköfen mit einer Breite von 90 cm finden in einem Küchenmöbelschrank unter der Arbeitsfläche oder in einem Hochschrank einen geeigneten Platz. Die Gerätetiefe beträgt jeweils mind. 55 cm.
Je nach Höhe (= Nischenmaß) sind verschiedene Kombinationen und Ausstattungen möglich:
7,5 - 29,5 cm (Maße je nach Hersteller)
38/45 cm:
60 cm:
90 cm:
Ein sogenannter Wandbackofen (Bosch, Siemens, Neff, Gaggenau) kann zwischen den Küchenoberschränken oder freihängend installiert werden. Er öffnet sich vollelektronisch nach unten. Der Backofenboden aus Glaskeramik fährt an einem stabilen Teleskop-Hubsystem heraus.