Einige Hersteller bieten Herde oder Backöfen mit Automatikprogrammen an. Der Benutzer wählt entsprechend der gewünschten Anwendung ein Programm aus, das er der Gebrauchsanweisung oder der Displayanzeige entnimmt. Es steht ein z. T. vielfältiges Angebot – vom Auftauen über das Garen bis zum Braten, Backen oder Grillen – zur Auswahl. Lediglich das Programm und z. T. das Gewicht muss eingegeben werden. Die passenden Funktionseinstellungen wie Beheizungsart, Dauer und Temperatur oder Temperaturverlauf sind bereits vorprogrammiert und laufen vollautomatisch ab. Die Zubereitung erfolgt je nach Speisenart im offenen oder geschlossenen Geschirr; dieses muss zudem hitzebeständig und ggf. mikrowellengeeignet sein. Das Garen mit Automatikprogrammen ist einfach und ohne Sachkenntnis möglich. Sie sorgen für eine gedankliche Entlastung bei gutem Ergebnis.
Eine besondere Form der Automatik ist die Funktion "Autokochen" (AEG). Hier wird über den Funktionswähler lediglich die Zubereitungsart (z.B. "Kuchen in Form") gewählt. Die Elektronik bewertet selbständig das eingesetzte Gargut und berechnet die Garzeit. Sie legt selbständig die Beheizungsart und Temperatur fest sowie die Gardauer. Ausserdem gibt sie vor ob ein Grillrost oder Backblech zu verwenden ist sowie die Einschubebene. Anhand des Energieverbrauchs und der Temperaturverlaufskurve erkennt die Elektronik das Gewicht des Garguts und die notwendige Gardauer. Die Bedienung sorgt für sicheres Gelingen auch ohne Kocherfahrung.
Die Bratautomatik ist ein Temperatur-Zeitprogramm für die Zubereitung von Braten und Fleischgerichten, welches nach fest hinterlegten Daten abläuft und den Benutzer gedanklich entlastet. Die Einstellung ist je nach Hersteller unterschiedlich:

Bild: Bratautomatik, Beispiel für Zeit-Temperatur-Verlauf
Variante 1:
Variante 2
Variante 3:
Das Bratthermometer, auch Fleischthermometer, -spieß oder Kerntemperaturfühler genannt, ist ein spießförmiger Temperaturfühler, der die Kerntemperatur im Fleisch erfasst. Er wird von der Seite aus tief in die Mitte des Fleischstückes eingesteckt und über eine Einsteckbuchse im Backofen-Innenraum mit einer elektronischen Temperaturregelung verbunden. Der Benutzer stellt die gewünschte Kerntemperatur gemäß dem gewünschten Garergebnis im Bereich von 30 bis 99 °C ein sowie die Beheizungsart und evtl. die Backofentemperatur. Nach Erreichen der Kern-Solltemperatur ertönt ein Signal und die Beheizung schaltet automatisch ab.

Bild: Bratthermometer
In der Spitze des Temperaturfühlers registriert ein Heißleiter – NTC-Widerstand (Negativer Temperatur Coeffizient) – die Kerntemperatur und vergleicht diese mit dem vorgewählten Sollwert. Beim NTC-Fühler nimmt der Widerstand mit zunehmender Erwärmung ab, der Temperaturcoeffizient ist negativ, d.h. er leitet im heißen Zustand besser.
Bei einem Hersteller (Miele) wird vor Erreichen der eingestellten Kerntemperatur die Beheizung automatisch ausgeschaltet, um die vorhandene Nachwärme bis zum Erreichen der Kerntemperatur zu nutzen. Darüber hinaus wird über eine Anzeige die noch notwendige Zeit bis zum Erreichen des Garzeitendes anzeigt (Miele).
Bei einem anderen Hersteller (AEG) muss lediglich die Fleischart eingegeben werden. Das Gerät gibt die optimale Beheizungsart, Temperatur und Einschubebene an und eine ideale Kerntemperatur vor.
Das Bratthermometer ist bei allen Beheizungsarten einsetzbar und ermöglicht die Zubereitung eines Bratens ohne Vorkenntnisse. Es sorgt für ein gutes Bratergebnis bei gedanklicher Entlastung.
Der Kurzzeitwecker ist eine „akustische Gedächtnisstütze“, die aber keinerlei Schaltvorgänge ausführen kann. Der Benutzer kann eine Kurzzeit einstellen und wird durch einen Signalton, z.T. mit einem optischen Signal kombiniert, auf das Ende dieser Zeitspanne aufmerksam gemacht. Er ist meist in der Schaltuhr integriert oder separat in die Bedienblende eingebaut.
Elektroherde werden mit Zeitschaltern oder Schaltuhren angeboten und sind in Verbindung mit einer eingebauten Automatikkochstelle (nur in Kochfeldern) und einem temperaturgeregelten Backofen einsetzbar.
Der Zeitschalter ist an keine Tageszeitanzeige gekoppelt. Hierbei handelt es sich um einen Zeitmesser mit elektrischem Schalter, der lediglich nach Ablauf einer vorgewählten Dauer selbsttätig ausschaltet, z.B. Mikrowellenfunktion, Kochstellen mit bis zu 99-Minuten-Timer-Funktion, pyrolytische Selbstreinigung.
Die Schaltuhr ist eine Tageszeituhr mit einem elektronischen oder elektrischen Schaltelement, das nach vorgewählter Zeit selbsttätig aus- (Halbautomatik) bzw. ein- und ausschaltet (Vollautomatik). Je nach Hersteller kann eine Schaltuhr entweder eine, zwei oder alle vier Automatikkochstellen und/oder den Backofen mit gleichen oder unterschiedlichen Zeiten steuern.
Der Benutzer muss dazu verschiedene Eingaben vornehmen, z.B.: Garzeitende 12.30 Uhr, Gardauer 60 Minuten oder 1 Stunde. Daraus ergibt sich, dass die Schaltuhr um 11.30 Uhr die Stromzufuhr freigibt und sie um 12.30 Uhr sperrt. Auf diese Art und Weise können auch Bratthermometer und Bratautomatik ein- und ausgeschaltet werden.
Diese Uhren gibt es mit Zifferblatt (analog) oder in digitaler Ausführung. Der Einsatz bringt bei der Benutzung zeitliche Unabhängigkeit und gedankliche Entlastung.

Bild: Zeitschaltuhr, analog.

Bild: Zeitschaltuhr, digital.
Bei einigen Herstellern ist den verschiedenen Beheizungsarten und Programmen eine vorprogrammierte, angepasste Temperatur zugeordnet. Sie kann auf Wunsch des Benutzers jederzeit abgeändert werden.
Geräte mit Klartextdisplay bieten z.T. Einstellhinweise wie Heizart, Temperatur, empfohlenes Geschirr und Einschubhöhe für bestimmte Gerichte. Die Einstellung wird erleichtert und der Blick in die Gebrauchsanweisung erübrigt sich.
Mit Hilfe der Memoryfunktion könne oft genutzte Einstellungen mit eigenem Namen gespeichert und immer wieder abgerufen werden.