WÄRME+ | Fußbodenheizung:
Welcher Bodenbelag ist geeignet?

Nachricht vom 14.12.2009

Beim Fußbodenkauf auf die Kennzeichnung achten / Wärmedurchlass-widerstand entscheidend

Fußbodenheizungen schaffen nicht nur ein angenehmes Raumklima, sondern sparen auch Energie, weil die besonders effiziente Wärmeabgabe über die Fläche es erlaubt, die Temperatur um etwa zwei Grad herunterzuregeln. Für die Übergangszeit bietet sich eine elektrische Fußbodentemperierung als Ergänzungsheizung an, besonders unter fußkalten Badezimmerfliesen, im Wintergarten oder dem Kinderzimmer. Im Wohnbereich sorgen Fußbodenheizungen auch in den kalten Monaten des Jahres für wohlige Wärme. „Fußbodenheizungen sind inzwischen so vielfältig und einfach zu installieren, dass sie eine überzeugende Alternative zur konventionellen Heizung darstellen. Sie passen unter fast jeden Bodenbelag. Extrem flache Heizmatten zum Beispiel eigenen sich für die Verlegung unter Holzfußböden und Laminat, die früher als weniger geeignet für eine Fußbodenheizung galten“, erläutert Michael Conradi von der Initiative WÄRME+ in Berlin. Solche Dünnbettheizmatten mit Elektroheizkabeln würden inzwischen schon mit einer Aufbauhöhe von nur drei Millimetern angeboten. „Sie eignen sich zur unsichtbaren Verlegung unter jedem Fußbodenbelag und auf fast jedem Untergrund, also Estrich, Spanplattenkonstruktionen, Holzdielen, aber auch schon vorhandenen Stein-, Keramik- oder Kunststoffbelägen. Es gibt inzwischen sogar Systeme, die in Feuchtebereichen, also im Bad direkt neben der Dusche oder in der Sauna eingebaut werden können“, führt Conradi weiter aus.

Ob ein Belag für Fußbodenheizungen geeignet ist, erkennt man an en einem Symbol, das eine Heizschlange und darüber drei nach oben zeigende Pfeile darstellt:

Außerdem entscheidend: der Wärmedurchlasswiderstand des Fußbodenaufbaus, also Dämmunterlage plus Bodenbelag. Er gibt Auskunft darüber, wie gut das Material die Wärme an den Raum weitergibt. Der Fußbodenaufbau darf einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,18 m2K/W nicht überschreiten. Je höher dieser Wert, desto schlechter ist der Wirkungsgrad einer Fußbodenheizung. Wegen ihrer relativ kurzen Aufheizzeit sind Fliesen, Keramikplatten sowie Natur- oder Betonstein ideal für eine elektrische Fußbodenheizung. Die Keramik speichert die Wärme besonders gut und gibt sie gleichmäßig an die Umgebung ab.

Auch Parkett eignet sich als Belag für die elektrische Fußbodenheizung, wenngleich Holz ein relativ schlechter Wärmeleiter ist. Da Holz arbeitet, sollten die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Raum möglichst konstant gehalten werden. Bei der Wahl eines Parkettbodens ist die Holzfeuchte entscheidend. Für den Betrieb einer Fußbodenheizung muss diese deutlich unter zehn Prozent liegen, sonst entstehen später leicht Fugen und Risse. Auch auf die Holzart kommt es an: Buche und Ahorn gelten als unruhige Hölzer, die bis zu drei mal schneller arbeiten als andere Hölzer und daher auch eher Fugen bilden. Im schlimmsten Fall kann sich dieses Parkett bei größeren Temperaturschwankungen wie sie beim Ein- und Ausschalten der Heizung entstehen vom Estrich ablösen. Besser eignen sich deshalb heimische Holzarten wie Eiche, Kirsche und Nussbaum, aber auch exotische Hölzer, zum Beispiel Olivenholz, Doussie oder Bambus.

Was früher als heikel galt, ist inzwischen gängige Praxis: Dank neuer Techniken und Materialien steht der Kombination Fußbodenheizung und Laminat heute nichts mehr im Wege. Auch hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Laminatsorte für Fußbodenheizungen geeignet ist. Weil Laminat ein guter Dämmstoff ist, kann es sein, dass die Fußbodenheizung etwas langsamer reagiert und länger braucht, um den Raum aufzuheizen. „Auch hier gilt: Je geringer der Wärmedurchlasswiderstand, desto effizienter kann die Fußbodenheizung arbeiten“, so Conradi. Auch die Kombination mit Teppichboden ist nicht mehr problematisch. Es gibt heute Teppichsorten, die ausdrücklich für elektrische Heizsysteme geeignet sind. Allerdings sollte das Verlegen einem Fachmann überlassen werden, der weiß, welche Klebstoffe bei einer Flächenheizung verwendet werden können.

Gleiches gilt für Kork: Wichtig ist hier, wie auch beim Teppichboden, dass der Kork für Fußbodenheizung geeignet ist und die zulässigen Oberflächentemperaturen nicht überschritten werden. Wer hier auf der sicheren Seite sein will, muss die Herstellerangaben beachten.

Weitere Informationen unter: www.waerme-plus.de

  • Pressekontakt:

  • becker döring communication
  • Kaiserstraße 9
  • 63065 Offenbach
  • Fon 069-4305214-14
  • Fax 069-4305214-29
  • a.becker@beckerdoering.com

Zur Übersicht | Artikel und Bilder herunterladen (.zip)