WÄRME+ | Keine Angst vor Erdwärmenutzung

Nachricht vom 08.03.2010

Kombination mit Wärmepumpen leistet Beitrag zum Klimaschutz / Initiative WÄRME+ rät: Bohrung für Erdsonden nur qualifizierten Fachunternehmen anvertrauen

Energie ist ein kostbares Gut und wird zunehmend teurer. Dabei gibt es ganz viel davon direkt unter unseren Füßen, gespeichert als Wärmeenergie in den oberen drei Kilometern der Erdkruste. Diese Erdwärme lässt sich praktisch überall und unbegrenzt als Energiequelle nutzen. „Die Geothermie zählt zu den erneuerbaren Energieträgern mit dem größten Potenzial“, so Michael Conradi von der Initiative Wärme+ in Berlin. „Besonders umweltfreundlich lässt sich Erdwärme in Kombination mit einer Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden und für die Warmwasserbereitung nutzen. Das ist ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Wichtig sind allerdings eine fachgerechte Planung und der Einsatz professioneller Bohrtechnik.“

Geothermie

Für die Nutzung der in der Erde gespeicherten Sonnenenergie mittels einer Sole-Wasser-Wärmepumpe werden Erdwärmesonden oder Erdkollektoren in den Boden eingebracht. Letztere werden großflächig in etwa 1,5 Metern Tiefe verlegt, eignen sich also nur für größere Grundstücke. Für die Einbringung von Erdsonden erfolgt eine Bohrung, in der Regel nicht tiefer als 100 Meter unter die Erde, was noch als oberflächennaher Bereich gilt. Die Wärmepumpe befördert die dort gespeicherte Erdwärme an die Oberfläche und „pumpt“ sie auf ein höheres Energieniveau, um sie für die Hauswärmetechnik nutzbar zu machen.

Damit es bei einer Erdwärmesonden-Bohrung keine bösen Überraschungen gibt, sollte das ausführende Bohrunternehmen mit großer Sorgfalt ausgewählt werden. Die Initiative Wärme+ rät nur qualifizierte Planer und Bohrfirmen einzusetzen: „Auskunft darüber, ob ein Unternehmen fachmännische Beratung bietet und eine umwelt- und anlagengerechte Bohrung technisch einwandfrei durchführen kann, gibt das EHP-Q Label, ein internationales Gütesiegel, das nur Unternehmen erhalten, die nach den Qualitätsmerkmalen der Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) zertifiziert sind“, weiß Conradi. „Mit der Entscheidung für ein zertifiziertes Bohrunternehmen sind Architekten und Planer, Fachhandwerker und Bauherren auf der sicheren Seite.“ Grundsätzlich sind die Risiken in der oberflächennahen Geothermie sehr überschaubar, denn jährlich werden etwa 30.000* Bohrungen durchgeführt, Tendenz steigend. Tritt dennoch einmal ein unerwartetes Problem auf, zum Beispiel bezüglich der Beschaffenheit des Untergrunds, weiß sich ein speziell ausgebildetes Bohrteam fundiert zu helfen.

Infoblatt zur Erdwärmenutzung

Fachliche Information zur Nutzung von Erdwärme für Wärmepumpen hat die Initiative WÄRME+ unter www.waerme-plus.de in einem Infoblatt zur Erdwärmenutzung zusammengestellt. Dort finden Bauherren und Heizungsmodernisierer auch konkrete Hinweise zur Beantragung der Installation einer Wärmepumpe und der geplanten Bohrung sowie Tipps für die Auswahl eines zertifizierten Bohrunternehmens und die Auftragserteilung. Auch die meisten Anbieter von Wärmepumpen helfen bei der Suche nach qualifizierten Bohrfirmen weiter oder arbeiten sogar direkt mit Partnerunternehmen zusammen.

Weitere Infos unter www.waerme-plus.de

*Quelle: www.erdwaerme-zeitung.de

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