ELEKTRO+ | In der Wand alles dicht?

Nachricht vom 27.07.2010

Spezielle Installationsdosen gewährleisten eine luftdichte Elektro- installation — das spart Energie / Neue ELEKTRO+ Broschüre zum Thema

Es zieht nicht nur durch Türen und Fenster, sondern sogar aus der Steckdose? Solche undichten Stellen im Haus oder der Wohnung, durch die ein ungewollter Luftaustausch stattfindet, kosten Energie. Eigenheimbesitzer sind heute durch gesetzliche Auflagen gefordert, für die bestmögliche Energiebilanz ihres Hauses zu sorgen. Dabei spielt die Dämmung und damit die Luftdichtheit der Wände eine wichtige Rolle. „Eine solche abgedichtete Gebäudehülle darf auch durch Elemente der Elektroinstallation wie Schalter oder Steckdosen nicht durchbrochen werden“, weiß Hartmut Zander von der Initiative Elektro+. „An den Außenwänden müssen daher luftdichte Geräte- und Verteilerdosen eingesetzt werden. Gibt es Leerrohrverbindungen, zum Beispiel für den Anschluss von außen liegenden Rollläden oder Jalousien, sollten diese ebenfalls luftdicht geschlossen werden, um Energieverluste zu vermeiden.“ Nur wenn die luftdichte Außenschicht intakt ist, lassen sich die heute geforderten Energiewerte einhalten.

Luftdichte Elektroinstallation

Bei Häusern in Massivbauweise besteht das Mauerwerk der Außenwände häufig aus Hohlkammerziegeln. Werden diese Hohlkammern für die Befestigung einer Gerätedose angebohrt, kann es zu einem Luftaustausch mit dem beheizten Wohninnenraum kommen: Heizenergie geht verloren. Der Fachhandel bietet spezielle luftdichte Installationsdosen — für Steckdosen, Lichtschalter, Antennendosen oder Netzwerkanschlüsse — an, die einen luftdichten Anschluss von Leitungen und Rohren ermöglichen und so die Dichtheit der Gebäudehülle erhalten. Bei Bauten in Leichtbauweise stellt eine sogenannte Dampfbremse die Luftdichtheit der Wände sicher. Wird diese von der Elektroinstallation durchstoßen, muss sie wieder abgedichtet werden, so dass keine Wärmeverluste entstehen können. Luftdichte Hohlwanddosen helfen dabei, diese Verluste zu minimieren.

Pressbild

Luftdichte Außeninstallationen

Auch Außeninstallationen direkt an der gedämmten Fassade können zu Wärmeverlusten führen. Werden hier Steckdosen, Schalter oder Anschlüsse für Leuchten, Lampen, Kameras oder Türsprechanlagen installiert, dürfen dort keine Wärmebrücken entstehen, über die Wärme ungewollt nach außen entweicht. Hierfür bietet der Fachhandel universelle Geräteträger an, die am Mauerwerk befestigt und vollständig mit Dämmmaterial ausgefüllt werden.

Nachträgliche Herstellung der Luftdichtheit

Auch in älteren Häusern lässt sich eine Luftdichtigkeit von Schaltern und Steckdosen erzielen, ohne dass die ganze Gerätedose ausgetauscht werden muss: „Spezielle Dichtungseinsätze sorgen hier für eine zuverlässige nachträgliche Abdichtung. Sie werden einfach in die bestehenden Unterputzdosen eingesteckt“, sagt Zander. Auch für die gedämmte Außenfassade gibt es spezielle Elemente für die energiesparende Nachrüstung. Werden beispielsweise Außenleuchten nachträglich angebracht, sorgen so genannte Dämmstoffdübel dafür, dass das Wärmedämmverbundsystem sofort wieder abgedichtet wird und später keine Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen kann.

Eine ausführliche Broschüre zum Thema Luftdichtigkeit mit vielen nützlichen Hinweisen und Erklärungen gibt es ab sofort von der Initiative Elektro+. Sie kann kostenlos unter www.elektro-plus.com heruntergeladen oder unter 0611 / 41116—33 angefordert werden.

Weitere Informationen zur Elektrosicherheit unter: www.elektro-plus.com

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