Berlin - Das Bundesumweltministerium bereitet ein Fracking-Gesetz vor... Ganzen Artikel lesenBerlin (energate) - Das Bundesumweltministerium bereitet ein Fracking-Gesetz vor. "Der entsprechende Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung", erklärte ein Sprecher von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf Anfrage von energate. Nach der Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftministerium werde es eine Verbändeanhörung geben. Das Gesetz solle nach Möglichkeit noch im ersten Halbjahr verabschiedet werden. Es ist darauf angelegt, die Auflagen für Bohrungen zur Ausbeutung von konventionellen Gasvorkommen zu verschärfen.
Vorgesehen sei eine Erweiterung der Umweltverträglichkeitsprüfungen. Dazu soll die Verordnung für Umweltverträglichkeitsprüfungen bergbaurechtlicher Vorhaben geändert werde, erklärte der Sprecher. Das sei notwendig, weil bei der Gewinnung von unkonventionellen Erdgasvorkommen mit der Fracking-Technologie Risiken für das Grundwasser nicht ausgeschlossen werden können. So könnten die Flüssigkeiten, die zum Aufbrechen der gashaltigen Schichten eingesetzt werden, das Trinkwasser gefährden. Daher müsse deren Transport in dichten und beständigen Leitungen erfolgen.
Das Umweltbundesamt (UBA) lässt parallel die Umweltauswirkungen des Frackings prüfen. Die Studie soll Mitte 2012 abgeschlossen werden. Das Bundesumweltministerium stehe auf dem Standpunkt, dass bis zur restlosen Abklärung der Risiken die mit dem Fracking verbunden seien, keine Genehmigungen zur Ausbeutung unkonventioneller Gasvorkommen erteilt werden, meinte der Sprecher. Das gelte besonders für sensible Gebiete, die zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. /gk
Erkrath/Wülfrath - Die drei Stadtwerke aus Erkrath, Heiligenhaus und Wülfrath aus dem Großraum Düsseldorf wollen eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft für Strom mit dem Namen Neander-Energie gründen... Ganzen Artikel lesenErkrath/Wülfrath (energate) - Die drei Stadtwerke aus Erkrath, Heiligenhaus und Wülfrath aus dem Großraum Düsseldorf wollen eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft für Strom mit dem Namen Neander-Energie gründen. Das sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Erkrath, Gregor Jeken, im Gespräch mit energate. Damit würden die Stadtwerke Heiligenhaus und Wülfrath erstmals ins Stromgeschäft einsteigen. Bislang ist RWE Grundversorger in den beiden Städten. Die Stadtwerke Erkrath beliefern ihre Kunden schon heute mit Strom und Gas, die anderen beiden Stadtwerke sind bislang nur im Gasvertrieb tätig. Die drei Stadtwerke aus dem Kreis Mettmann hätten schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet, sagte Jeken. Die Zusammenarbeit solle nun vertieft und Synergien gehoben werden. Neben der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft könne man sich weitere gemeinsame Betätigungsfelder vorstellen, etwa im Bereich der Netze.
Die Gründung der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit dem Namen Neander-Energie GmbH steht noch unter Vorbehalt der kommunalen Gremien. In Erkrath hat sich der Rat schon für die Gründung der Gesellschaft ausgesprochen. In Wülfrath und Heiligenhaus stehen die Entscheidungen für die kommenden beiden Wochen an. Sitz der Neander-Energie GmbH wird Wülfrath sein. Als Geschäftsführer sind die Geschäftsführer der drei Mutterunternehmen vorgesehen: Ulrich Siepe (Stadtwerke Wülfrath), Michael Scheidtmann (Stadtwerke Heiligenhaus) sowie als Sprecher der Geschäftsführung Gregor Jeken.
Die drei Stadtwerke befinden sich jeweils zu 100 Prozent in kommunaler Hand. In Heiligenhaus leben 27.000 Einwohner, in Wülfrath 21.000 und in Erkrath 45.000. /sd
Rösrath - Die im Umland von Köln gelegene 30.000-Einwohner Stadt Rösrath will in die Energieversorgung einsteigen... Ganzen Artikel lesenRösrath (energate) - Die im Umland von Köln gelegene 30.000- Einwohner Stadt Rösrath will in die Energieversorgung einsteigen. Dazu sucht sie über den Eigenbetrieb Stadtwerke Rösrath einen Kooperationspartner, teilte das Unternehmen mit. Dieses soll sich mit bis zu 49 Prozent an einer gemeinsamen Energieunternehmen in Form einer GmbH oder GmbH & Co. KG beteiligen.
Das Unternehmen soll zunächst in den Energievertrieb und die Eigenerzeugung einsteigen sowie "weitere versorgungsnahe und energiewirtschaftliche Leistungen" anbieten. Nach dem Auslaufen der Strom- und Gaskonzession soll sich die Gesellschaft auch um eine Übernahme der Netze bemühen. Im kommenden Jahr läuft der Konzessionsvertrag für Strom aus.
Die neue Gesellschaft soll eng an die Stadt angebunden sein. So soll der kommunale Einfluss erhalten werden. Ziel ist zudem ein steuerlicher Querverbund mit dem defizitären Freibad. Die Bekanntmachung zur Auswahl eines strategischen Partners für ist auf der Internetseite der Stadtwerke Rösrath veröffentlicht. /sd
Oldenburg (energate) - Zwei Mitbewerber wollen der Oldenburger EWE AG das Strom- und Gasnetz in ihrem Heimatmarkt Oldenburg streitig machen... Ganzen Artikel lesen Oldenburg (energate) - Zwei Mitbewerber wollen der Oldenburger EWE AG das Strom- und Gasnetz in ihrem Heimatmarkt Oldenburg streitig machen. Dies ist zum einen eine eigens zu diesem Zweck vor vier Monaten gegründete "Oldenburger Energiegenossenschaft". Zum anderen bewirbt sich die "Oldenburger Energie AG", eine Tochtergesellschaft der Erneuerbaren-Gesellschaft "Projekt GmbH". Die Konzessionen für die Netze laufen im Jahr 2013 aus. Obwohl die Chancen der beiden Unternehmen, bei der Konzessionsvergabe zum Zuge zu kommen, eher als gering eingeschätzt werden, könnten sie den Preis für die EWE nach oben treiben. Konkurrenz belebt das Geschäft, auch bei der Konzessionsvergabe.
Für die "Oldenburger Energie AG" würden die Netze gut zu dem bisherigen Engagement im Oldenburger Raum passen, erläuterte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Zudem böte sich für das Unternehmen ebenfalls die Realisierung von Smart Grids sowie die Verknüpfung mit Erneuerbaren-Anlagen an. Die Muttergesellschaft der Oldenburger Energie AG, die Projekt GmbH, plant, projektiert und realisiert weltweit Windparks sowie lokal kleinere Solaranlagen.
Der Geschäftsführer der "Oldenburger Energiegenossenschaft", Jens Giesemann, erläuterte im Gespräch mit energate die Hintergründe für die Bewerbung. Vor zehn Jahren habe es eine Pi-mal-Daumen-Kalkulation einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Stadt Oldenburg gegeben. Diese kam auf Basis öffentlich zugänglicher Daten zu dem Schluss, dass man bei einer Übernahme des Netzes in zehn Jahren 50 bis 70 Mio. Euro Überschuss erwirtschaften könne. Da die Stadt Oldenburg aber lange keine Anstalten machte, das Netz zu übernehmen, gründete sich die Genossenschaft. Diese wolle mit einer Netzübernahme ihre "Vorstellungen von Energiewende und Bürgerbeteiligung" verwirklichen.
Zu den Kosten des Netzes sagte Giesemann: "Uns ist völlig klar, dass es kein einstelliger Millionenbetrag werden wird." Um eine Übernahme auch technisch bewältigen zu können, spreche die Energiegenossenschaft mit potenziellen Kooperationspartnern, die Know-how und Personal zur Verfügung stellen könnten. Auf die Frage, ob die Genossenschaft auch nur an einem der beiden Netze - Strom oder Gas - interessiert sei, antwortete Giesemann: "Nur das Gasnetz ist für uns wahrscheinlich nicht so interessant". Zum einen läge die Rentabilität unter der des Stromnetzes. Zum anderen ermögliche das Stromnetz den Einsatz neuer Technologien. Giesmann nannte als Beispiele Smart Grids und virtuelle Kraftwerke. /sd
Hannover - Die Stadtwerke Hannover wollen ihre Aktivitäten bei der Windkraft ausbauen. Dazu hat der Versorger eine Kooperation mit dem Entwickler LEN Power geschlossen... Ganzen Artikel lesenHannover (energate) - Die Stadtwerke Hannover wollen ihre Aktivitäten bei der Windkraft ausbauen. Dazu hat der Versorger eine Kooperation mit dem Entwickler LEN Power geschlossen. "Derzeit prüfen wir rund zehn Projekte", sagte Stadtwerkechef Michael Feist. Die Projekte beziehen sich sowohl auf das Aufstellen neuer Anlagen als auch das Repowering, das Ersetzen alter durch leistungsstärkere neue Anlagen. Die Stadtwerke stehen nach eigenen Angaben in puncto Windenergie am Anfang. "Die installierte Leistung ist bislang verschwindend gering", sagte eine Unternehmenssprecherin zu energate. Derzeit verfüge man über ein Windrad (280 kW). Man habe sich in der Vergangenheit zunächst auf Contracting und Biogas konzentriert. Der niedersächsische Versorger ist aktuell an 30 Biogasanlagen beteiligt. Der Ausbau der Windenergie ist in der Unternehmensstrategie bis zum Jahr 2020 vorgesehen ("K2020"). Demnach müssen die Stadtwerke in den nächsten acht Jahren ihre Kapazitäten bei erneuerbaren Energien so stark ausbauen, dass sie alle Privatkunden mit grünem Strom versorgen können. /df
Bielefeld - In Bielefeld stoppt die Stadtverwaltung den Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED... Ganzen Artikel lesenBielefeld (energate) - In Bielefeld stoppt die Stadtverwaltung den Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED. Nach Austausch der ersten 6.000 Leuchten habe es mehrere Hundert Beschwerden von Bürgern gegeben, dass die LED-Laternen zu dunkel seien, berichtete ein Stadtsprecher gegenüber energate. Eigentlich handele es sich nur um ein "gefühltes Problem" - ähnlich zu den gefühlten eisigen Temperaturen. Die energieeffizienten Lampen strahlten nicht dunkler, nur der Kontrast sei ein anderer. Dadurch würden die Straßen zwar noch erfasst, die anliegenden Wohngebäude aber nicht mehr. Die Hauseigentümer beschwerten sich jetzt darüber, dass sie selbst eine eigene Lampe für die Beleuchtung ihres Hauses einbauen müssen. Eine Möglichkeit, um die Lichtkegel zu vergrößern wäre, die Laternenpfähle zu verlängern - dies würde dann aber zusätzlich kosten.
6.000 alte Leuchten mit Quecksilberdampflampen wurden 2011 bereits ausgetauscht. Der Umbau der restlichen 6.000 Leuchten wird jetzt vorerst gestoppt. Grund dafür sei auch, dass die öffentliche Förderung in diesem Jahr gesunken ist, so der Sprecher. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED ist vergleichsweise teuer. Deshalb greifen viele Kommunen auf billigere, wenn auch nicht so effiziente Lösungen. /mt
Straßburg (energate) - Das CO2-Handelssystem muss verbessert werden, damit die EU ihre CO2-Minderungsziele erreichen kann... Ganzen Artikel lesenStraßburg (energate) - Das CO2-Handelssystem muss verbessert werden, damit die EU ihre CO2-Minderungsziele erreichen kann. Dies empfiehlt der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments. In einem Beschluss, der kein Rechtsakt ist, unterstützt der Ausschuss die "Roadmap 2050" der Europäischen Kommission. In dem Plan hatte die Kommission Meilensteine bestimmt, mit denen bis 2050 mindestens 85 Prozent CO2 gegenüber 1990 eingespart werden sollen. Dabei sei klar, dass der Energiesektor bis 2050 komplett CO2-neutral arbeiten muss, hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger bei der Vorstellung des Papiers im Dezember gesagt (energate berichtete).
In dem Papier waren verschiedene Wege zu einer CO2-neutralen Energielandschaft gezeichnet worden. Je nach der Wahl von verschiedenen Erzeugungsarten entstehen daraus verschiedene Handlungsoptionen für die Industrie. Da aber jetzt Investitionen gebraucht würden, so die Kommission, sollten zumindest die Rahmenbedingungen skizziert werden, unter denen der Umbau der Energielandschaft möglich wäre. Dieser Rahmen solle als Orientierungspunkt für Investoren dienen, damit sie genug Sicherheit über die Zukunft ihrer Branche haben, um langfristige Investitionen umsetzen zu können.
Der zentrale Bestandteil des Plans, der CO2-Handel, steht derzeit jedoch in der Kritik. Die Preise für CO2 sind wegen der Wirtschaftskrise auf ein historisches Tief gefallen. Weil CO2-Zertifikate so billig sind, haben sie keinen Anreizeffekt mehr für Investitionen in CO2-arme Technologien, die jedoch gebraucht werden. Ab 2013 soll die dritte Handelsperiode neuen Schwung in den Markt bringen. Es zeichnet sich jedoch schon jetzt ab, dass die Zahl der ausgegebenen Zertifikate zu hoch sein wird, um einen nennenswerten Preis zu erzielen. Deswegen regte der Umweltausschuss im Rahmen der Unterstützung für die Roadmap 2050 an, die Zahl der Zertifikate ab 2013 deutlich zu beschränken (energate berichtete). /sw
Berlin - Vattenfall baut in Deutschland Stellen im Kundenservice ab... Ganzen Artikel lesenBerlin (energate) - Vattenfall baut in Deutschland Stellen im Kundenservice ab. Die Abteilung selbst bleibe aber innerhalb des Konzerns bestehen. Wie das Unternehmen mitteilt, werde diese nicht an eine Fremdfirma ausgelagert, wie es ursprüngliche Pläne einmal vorsahen (energate berichtete). Vattenfall habe entschieden, "den deutschen Kundenservice in eigener Regie fortzuführen und die Option für ein Outsourcing nicht weiter zu verfolgen".
Das Unternehmen betreibt Kundenservicebüros in Hamburg und Berlin, den Kernmärkten des schwedischen Vattenfall-Konzerns in Deutschland. Rund 900 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen sollen laut Medienberichten 300 Stellen davon bis 2014 wegfallen. Gewerkschaftsvertreter sahen Ende Dezember noch die Hälfte der 900 Arbeitsplätze in Gefahr. Wie Vattenfall weiter mitteilt, hätten sich Unternehmen und Arbeitnehmervertreter auf eine Neuausrichtung des Kundenservices geeinigt. /sa
Brüssel - Ein neuer Arbeitsschwerpunkt hat sich für den Rat der europäischen Regulierer CEER ergeben... Ganzen Artikel lesenBrüssel (energate) - Ein neuer Arbeitsschwerpunkt hat sich für den Rat der europäischen Regulierer CEER ergeben. In Zukunft will CEER sich mehr den Kunden im Energiemarkt widmen. Bei der Abstimmung des Arbeitsprogramms der europäischen Regulierer (energate berichtete) hatten die Konsultationsteilnehmer Kundenrechte als wichtigstes Thema für die Regulierer benannt, teilte CEER mit. So solle sich in Zukunft die Arbeit damit beschäftigen, was der Binnenmarkt bis 2020 für die Kunden bringen soll. "Wir müssen herausfinden, was die Präferenzen und Bedürfnisse der Kunden sind", so CEER. Für Juni kündigte das Gremium einen Workshop zum Thema Kundenwünsche an. /sw
Düsseldorf - Nach ersten Schätzungen haben den Insolvenzverwalter Biner Bähr 400.000 Forderungen an Teldafax erreicht... Ganzen Artikel lesenDüsseldorf (energate) - Nach ersten Schätzungen haben den Insolvenzverwalter Biner Bähr 400.000 Forderungen an Teldafax erreicht. Um Mitternacht lief die Frist ab, in der die Kunden kostenlos ihre Ansprüche geltend machen konnten. Eine Nachmeldung sei aber problemlos möglich - gegen eine geringe Gebühr, sagte ein Sprecher von Biner Bähr zu energate. Der Aufwand für die Abwicklung der zweitgrößten Insolvenz in Deutschland sei gewaltig. Nutzten die Kunden die entsprechenden Vordrucke ohne schriftliche Zusätze, ließen sich die Schreiben per Barcode einfach in die Datenbank integrieren. Mehr Arbeit machten dagegen individuelle Briefe, die einzeln bearbeitet werden müssen.
Gleichzeitig muss der Insolvenzverwalter die 750.000 Schlussrechnungen an die ehemaligen Energiekunden herausschicken, denn ihre Forderungen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht verrechnet werden (energate berichtete). Einiges an Geld sei bereits zusammen gekommen, sagte der Sprecher, eine Zahl dürfe er nicht nennen, auch wenn dies ein Fall von öffentlichem Interesse sei. Zum Zeitpunkt der ersten Gläubigerversammlung im vergangenen November stand geschätzten Schulden von einer halben Mrd. Euro gerade einmal ein Vermögen von wenigen Mio. Euro gegenüber.
Für die Abrechnung hat Biner Bähr ein Expertenteam angestellt, das auch für die Programmierung zuständig ist. Während Energieversorger ihre Abrechnung über das Jahr verteilen können, bleibt im Fall von Teldafax nur zwei Monate Zeit. Das sei nur ein Sechstel der Zeit für die Masse an Rechnungen, so der Sprecher. Nach wie vor gehe man davon aus, dass die Abwicklung bis zu sechs Jahre dauern könnte. /mt