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ener|gate Energie-News

  • VNG handelt am NBP

    | Ganzen Artikel lesenLeipzig (energate) - Die Verbundnetz Gas AG (VNG) ist jetzt für den Erdgashandel am britischen Handelspunkt NBP durch die britische Regulierungsbehörde Ofgem registriert. Anfang der Woche hat der ostdeutsche Gasimporteur die ersten Handelsgeschäfte am National Balancing Point (NBP) abgeschlossen.

    Die Registrierung sei ein wichtiger Schritt zur Intensivierung der Gashandelsaktivitäten in Europa, teilte der VNG-Beschaffungsvorstand Michael Ludwig mit. Bisher ist VNG an den kontinentalen Handelspunkten in Deutschland (Gaspool, NCG), Belgien (Zeebrügge), den Niederlanden (TTF), Frankreich (PEG Nord und Süd) sowie Österreich (Baumgarten) aktiv. In den vergangenen Jahren wurden die Handelsaktivitäten stark ausgebaut und auch das Handelsteam in Leipzig personell deutlich verstärkt. Das Unternehmen gilt als aktiver Händler. Der Handel am NBP sei, so Marktteilnehmer, auch deshalb sehr plausibel, weil das Unternehmen zumindest einen Teil seiner zukünftigen Gasproduktion aus Norwegen mit ziemlicher Sicherheit dort vermarkten werde. Zudem sei der NBP nun einmal der liquideste europäische Handelspunkt, deshalb müsse ein größerer Händler dort aktiv sein. /hl

  • Castrop-Rauxel bekommt Ökostrom aus Herten

    | Ganzen Artikel lesenHerten (energate) - Die Hertener Stadtwerke beliefern die Stadt Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen (75.000 Einwohner) in den kommenden drei Jahren mit Ökostrom. Das jährliche Liefervolumen betrage 5,5 Mio. kWh, so eine Unternehmenssprecherin zu energate. Die Stadtwerke setzten sich in einer Ausschreibung durch. Bei dem Strom handelt es sich um 100 Prozent zertifizierten Ökostrom. Der Versorger setzt jährlich insgesamt 200 Mio. kWh Strom ab. /df

  • Bayerngas beteiligt sich an Gasfeldern in Großbritannien

    | Ganzen Artikel lesenMünchen (energate) - Bayerngas UK hat Beteiligungen an zwei Gasfunden in der britischen Nordsee erworben. Dabei handele es sich um die Gasfelder Clipper South und Cygnus auf dem britischen Kontinentalschelf, teilte das Unternehmen mit. Bayerngas UK habe über ihre Tochter Bayerngas North Sea 25 Prozent der Anteile an Clipper South vom Explorationsunternehmen Fairfield Energy übernommen. Fairfield Energy bleibe weiterhin mit 25 Prozent an Clipper South beteiligt, die restlichen 50 Prozent halte Betriebsführer RWE Dea. Bayerngas UK rechnet mit einem Produktionsbeginn im Jahr 2012.

    An dem Gasfund Cygnus werde künftig die Bayerngas-UK-Tochter Bayerngas E&P einen Anteil von 12,5 Prozent halten, die das Unternehmen von Endeavour Energy erworben hat. Die weiteren Partner seien Betriebsführer GDF Suez mit 38,75 Prozent und Venture North Sea mit 48,75 Prozent. Hier geht Bayerngas UK davon aus, dass 2013 mit der Förderung begonnen werde. Das Unternehmen schätzt, dass in beiden Projekten eine maximale Produktionsleistung von rund 500 Mio. Kubikmeter Gasäquivalent pro Jahr erzielt werden könne. Die Übernahme der Anteile an beiden Gasfunden gelte vorbehaltlich der Genehmigung durch Behörden und Partner.

    Bayerngas UK ist eine 100-prozentige Tochter der Bayerngas Norge mit Sitz in Oslo. Bayerngas Norge wurde 2006 gegründet und ist die Explorationsgesellschaft der Bayerngas, Stadtwerke München, SWM Gasbeteiligungs GmbH, Tigas und Swissgas. Das Unternehmen hält nach eigenen Angaben Beteiligungen an rund 40 Explorationslizenzen vorwiegend in Norwegen und Dänemark. /ds

  • 8KU legen alternatives Energiekonzept vor

    | Ganzen Artikel lesenBerlin (energate) - Die acht größten deutschen Stadtwerke haben ein alternatives Programm zum nationalen Energiekonzept vorgelegt. Das Konzept der 8KU-Gruppe setzt mit einem Zukunftspakt Kraft-Wärme-Kopplung deutlich andere Schwerpunkte als das der Bundesregierung. Nach Auffassung der kommunalen Unternehmen verfestigt die Regierung mit der Laufzeitverlängerung die Marktmacht der Atomkonzerne zulasten des energiewirtschaftlichen Mittelstandes. "Den kommunalen Unternehmen drohen Gewinneinbußen von rund 4,5 Mrd. Euro", heißt es in einem Positionspapier der 8KU. Das beeinträchtigt deren Investitionskraft und führe dazu, dass anstehende Modernisierungsschritte gar nicht erst realisiert würden.

    In ihrem Alternativkonzept gehen die 8KU davon aus, dass die erneuerbaren Energien in Zukunft systemleitend werden. Der Umbau der Energieversorgung werde sich um die Systemintegration von neuen und alten Energietechnologien drehen. Die Kraft-Wärme-Kopplung sollte dabei im Zentrum einer effizienten Strom- und Wärmerzeugung stehen. Durch sie könnte ein Viertel des Strom- und Wärmebedarfs besonders klima- und umweltschonend gedeckt werden. Um das zu erreichen, schlagen die 8KU einen "Zukunftspakt KWK" vor. Dieser soll Impulse für den Ausbau der Wärmenetze geben und einen wirksamen Einspeisevorrang von KWK-Strom schaffen.

    Der Energieverbrauch in Gebäuden muss nach Ansicht der 8KU deutlich gesenkt werden. Im Gebäudebestand sei eine verbesserte Wärmedämmung erforderlich. Effizienz-Programme auf der Nachfrageseite sollten durch eine stärkere Förderung von KWK-Anlagen und den Ausbau von Wärmenetzen auf der Angebotsseite unterstützt werden. "Neben das Kriterium der Effizienz gehört zwingend das Kriterium der intelligenten Netze", erklärten die 8KU. Um die Voraussetzungen für intelligente Stromnetze und eine flexible Nachfrage-Steuerung zu schaffen, müsse die Anreizregulierung geändert werden. So sollten Effizienzaspekte bei der Regulierung um eine Innovationsorientierung erweitert werden.

    Die großen Stadtwerke kündigten an, ihre Kraftwerksinvestitionen auf flexible Anlagen zu konzentrieren. "Unsere Investitionen erfolgen insbesondere in KWK und erneuerbare Energien." Zudem wollen sie sich an flexiblen Erdgaskraftwerken beteiligen. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sollte ihrer Ansicht nach durch die vereinfachte Genehmigung von Repowering-Maßnahmen und Kreditabsicherungen bei Offshore-Investitionen erleichtert werden. Zu den Grundlagen der zukünftigen Energieversorgung gehöre ein neues Marktdesign, das stärker auf Flexibilitäts- und Backup-Technologie basiere. Dazu gehörten auch neue Modelle zur Entwicklung von Flexibilitäts- oder Kapazitätsmärkten. /gk

  • Trittin geht von Grünen-Klage aus, SPD überlegt

    | Ganzen Artikel lesenKoblenz/Düsseldorf (energate) - Jürgen Trittin rechnet mit einer Klage der Grünen-Bundestagsfraktion gegen die geplante Laufzeitverlängerung. Erst müsse zwar der schwarz-gelbe Beschluss vorliegen, "aber ich gehe davon aus, dass neben den Landesregierungen von Bremen und Nordrhein-Westfalen auch die Bundestagsfraktionen der Grünen und der SPD klagen werden", so der Fraktionschef der Grünen im Bundestag im Interview mit der "Rhein-Zeitung". Von der SPD regierte Bundesländer haben bereits eine Klage angekündigt (energate berichtete). Auch die SPD-Bundestagsfraktion überlegt eine Klage. "Wir halten die Laufzeitverlängerungen verfassungsrechtlich für nicht haltbar", sagte der amtierende SPD-Fraktionschef Joachim Poß der "Rheinischen Post". Es sei möglich, dass die Fraktion selbst gegen die Laufzeitverlängerung klage.

    Kern jeder Klage wird es laut Trittin sein, ob es zulässig sei, ohne Beteiligung der Länder diese "zu nötigen, mindestens bis zum Jahr 2040 eine Atomaufsicht vorzuhalten". Auch gehe es darum, ob den Ländern übertragen werden könne, Zwischenlager neu zu genehmigen und zu errichten. "Klagen können natürlich auch Stadtwerke, deren Investitionen entwertet werden", so Trittin. /df

  • Fischer: 'Ökonomisch macht South Stream keinen Sinn'

    | Ganzen Artikel lesenDüsseldorf (energate) - Die geplante russische Erdgasleitung South Stream ist in erster Linie ein politisches Vorhaben. Diese Ansicht vertrat der ehemalige Grünen-Politiker und Außenminister Joschka Fischer in einem Interview mit dem "Handelsblatt". South Stream sei vorrangig ein Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Pipeline, die Westeuropa unabhängiger von russischen Gaslieferungen machen soll. Die von Russland gepushte Leitung trage aber im Gegensatz zu Nabucco nicht zu einer Diversifizierung der Bezugsquellen Europas bei. Politisch sei das Vorhaben daher nicht im europäischen Interesse, so Nabucco-Berater Fischer. Zudem verfolge Russland mit South Stream das Ziel, Druck auf die Ukraine auszuüben, indem es sie als Transitland für russische Gaslieferungen umgehe. "Die russische Regierung sollte ihre wirtschaftlichen Interessen von politischen Ambitionen befreien", forderte Fischer.

    Anders als South Stream, sieht Fischer Nabucco auf einem guten Weg. In den Verhandlungen mit dem wichtigsten potenziellen Lieferland Aserbaidschan komme man gut voran. Wenn Aserbaidschan an Bord sei, werde sich auch Turkmenistan mit seinen immensen Gasvorkommen dem Projekt anschließen. Zudem sei kürzlich ein Abkommen mit der kurdischen Regionalregierung im Nordirak geschlossen werden. Dieses sieht Fischer nicht durch den Kompetenzkonflikt zwischen den Kurden und der Zentralregierung in Bagdad ernsthaft gefährdet. Bei South Stream wurden bisher hingegen "keine wichtigen und vor allem kostenrelevanten Entscheidungen getroffen". Die Kosten seien ein weiterer Faktor, der für Nabucco spreche. Während South Stream mit mehr als 20 Mrd. Euro das mit Abstand teuerste Pipeline-Projekt sei, werde Nabucco voraussichtlich sieben bis acht Mrd. Euro kosten. Ob das Nabucco-Konsortium seinen Zeitplan einhalten könne und bis Jahresende eine endgültige Bauentscheidung fällen werde, wollte Fischer nicht abschätzen. /ds

  • Intensiver Wettbewerb im Ökostrommarkt

    | Ganzen Artikel lesenBerlin (energate) - Der Wettbewerb im Ökostromsegment nimmt zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktuntersuchung des Verbraucherportals Toptarif. Im Durchschnitt könnten die Verbraucher in den 100 größten Städten Deutschlands unter mehr als 60 Ökostromprodukten auswählen. Damit habe sich die Wettbewerbsdichte gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent erhöht, teilte Toptarif mit. Im Jahr 2008 lag die Zahl der Ökostromangebote noch bei durchschnittlich 25, ein Jahr darauf bei 40.

    Als Grund für den stetigen Anstieg führte Toptarif-Energieexperte Thorsten Bohg an, dass neben reinen Ökostromanbietern auch immer mehr konventionelle Versorger Ökostromprodukte auflegen. Den größten Anstieg der Wettbewerbsdichte gibt es in den ostdeutschen Städten Leipzig, Zwickau, Potsdam und Schwerin. Dort kletterte die Anzahl der Ökostromanbieter binnen Jahresfrist um rund 80 Prozent. Die größte Auswahl haben Stromkunden allerdings in Baden-Württemberg. So sind in vielen Regionen im Südwesten mehr als 75 Versorger mit Ökostromtarifen aktiv. /cs

  • HSE erweitert Vorstand

    | Ganzen Artikel lesenDarmstadt (energate) - Andreas Niedermaier (45) wird zum 1. Oktober neues Vorstandsmitglied der Heag Südhessischen Energie AG (HSE). Er werde für die Bereiche Personal, Soziales und Organisation zuständig sein, teilte das Unternehmen mit. Die Bestellung eines neuen Arbeitsdirektors war laut HSE nach der Neuorganisation des Unternehmens im Jahr 2008 nötig geworden. Damals hatte die HSE den Telekommunikationsdienstleister Media Net GmbH und die Entsorgungs AG von der Heag Holding AG übernommen. Dadurch stieg die Beschäftigtenzahl des Unternehmens auf mehr als 2.000 Mitarbeiter. Nach dem Mitbestimmungsgesetz war die HSE verpflichtet, einen Arbeitsdirektor einzusetzen. Von Dezember 2008 bis Mai 2010 hatte Holger Mayer, Vorstand Finanzen, Personal und Vertrieb, diese Aufgabe übergangsweise mit übernommen. Mayer verantwortet zudem die HSE-Vertriebstöchter Entega, Citiworks und E-ben.

    Mit der Berufung des neuen Arbeitsdirektors besteht der HSE-Vorstand nun aus vier Personen. Außer Niedermaier und Mayer gehören der Vorstandsvorsitzende Albert Filbert und der technische Vorstand Ulrich Wawrzik dem Gremium an. Diese Struktur soll mittelfristig beibehalten werden, so die HSE. Niedermaier ist seit rund 25 Jahren für die HSE tätig. Seit dem Jahr 2000 ist er Vorsitzender des Konzernbetriebsrates. Außerdem steht er dem Betriebsrat der HSE Technik vor und gehört dem Ortsvorstand der IG Metall Darmstadt an. /ds

  • HSE: Laufzeitverlängerung kostet Stadtwerke 4,5 Mrd. Euro

    | Ganzen Artikel lesenPassau/München (energate) - Die Städte und Kommunen fordern im Gegenzug für die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke eine Kompensation für die Stadtwerke. "Die Städte und ihre Unternehmen investieren in großem Umfang in umweltfreundliche Energieerzeugung", sagte die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) der "Passauer Neuen Presse". Roth ist auch Präsidentin des Städtetags. Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke dürften diese Investitionen nicht gefährden. Die Stadtwerke bräuchten daher eine Kompensation. Eine Laufzeitverlängerung ohne Ausgleich verbessere ausschließlich die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger. Laut Roth stellt auch die Kernbrennstoffsteuer ein Problem für die Kommunen dar, denn dadurch komme es jährlich zu 300 Mio. Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen. Die Darmstädter HSE rechnet unterdessen damit, dass die zwölfjährige Laufzeitverlängerung für die Stadtwerke einen "Schaden von 4,5 Mrd. Euro" bedeutet. Diese Zahl nannte HSE-Chef Albert Filbert gegenüber der "Berliner Zeitung".

    Eine finanzielle Beteiligung an den Mehreinnahmen des Bundes fordert auch das Land Niedersachsen. So sei der Bund bei der Sanierung des maroden Atommülllagers Asse in der Pflicht, sagte der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister zu "Focus online". Ein Bundesland, dass die Lasten der Kernenergie trage, müsse anders behandelt werden. "Ich poche darauf, dass die Asse saniert wird", so der CDU-Politiker. Die Kernkraftwerksbetreiber seien an den Kosten in erheblichem Maße zu beteiligen. /df

  • Dezentrale Erzeugung als Chance für Gas

    | Ganzen Artikel lesenMünchen (energate) - Der traditionelle Gasmarkt schrumpft, aber bei Block-Heizkraftwerken (BHKW) haben die Lieferanten Chancen. Dies sagte Olaf Schneider, Direktor Gasverkauf der Verbundnetz Gas (VNG) beim 5. Deutschen Energiekongress in München. Die VNG baue derzeit ein Block-Heizkraftwerk in Trotha mit der Stadt Halle zusammen. Hier entstünden neue Absatzmärkte, während der Privat- und Gewerbekundenmarkt absehbar deutlich schrumpfen werde. Somit würden die Gashändler in der Stromerzeugung aktiv.

    Auch bei Mini- und Mikro-BHKWs eröffne sich für Gashändler ein neues Feld. Dieses könne auch noch deutlich größer werden, sagte Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie. Denn die nächste Stufe, die technisch erreicht werden solle, seien BHKWs für Einfamilienhäuser. "Das Modell wie von Lichtblick ist bei Mehrfamilienhäusern schon fast normal. Aber wenn es jemand schafft, ein Mikro-BHKW für den Häuslebauer zu entwickeln, dann macht der Markt noch einen Sprung", so Teigeler. Insgesamt müsse das Angebot bei der Erzeugung noch "haushaltsfreundlicher" werden.

    Kundenunfreundlich sei es auch, wie die Energiebranche mit Daten umgehe, sagte Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer der E-wie-einfach. "Wir müssen da mal gestehen, dass wir zehn Jahre hinterher sind", so Abs. Die Daten in der Energiewirtschaft würden so unterschiedlich erhoben, dass sie sich nur schwer austauschen ließen. "Das macht es intransparent", so Abs. Gerade wenn intelligente Zähler mehr Daten lieferten, müsste da einiges geschehen. /sw