Nachricht vom 13.11.2009
20 bis 25 Prozent der eingesetzten Energie könnten mit Hilfe von Automatisierungstechnik selbst in den modernen Produktionsanlagen in Deutschland eingespart werden. In anderen Teilen der Welt ist dieses Potenzial oftmals noch wesentlich größer.
Nach Berechnungen des ZVEI können in den Produktionsanlagen der deutschen Industrie durch intelligente Automatisierungstechnik (Messtechnik, Prozessautomatisierung, elektrische Antriebstechnik) insgesamt Energieeinsparungen in Höhe von 88 kWh Energie-Äquivalente erzielt werden. Dies entspricht der Einsparung von CO2-Emissionen von 43 Millionen Tonnen jährlich. Somit könnte durch den konsequenten Einsatz von Automatisierungstechnik die CO2-Emissionen des industriellen Sektors in Deutschland um elf Prozent gesenkt werden. „Beispiele energieintensiver Prozesse findet man unter anderem in der Chemie- und Stahlindustrie. Hier werden große Stoffmengen erhitzt oder abgekühlt, verdampft oder zerkleinert. Das Messen, Steuern und Regeln der Produktions- und Entsorgungsprozesse ist Voraussetzung für den intelligenten Umgang mit der Energie und damit für die Minderung von Treibhausgas-Emissionen, so zum Beispiel in einer Kläranlage. Aber auch der Einsatz moderner elektrischer Antriebstechnik – Energiesparmotoren mit elektronischer Drehzahlregelung – bietet für viele Industrieunternehmen großes Potenzial, die Energiekosten zu senken. In Einzelanwendungen sind hier Stromeinsparungen von 20 bis 70 Prozent möglich.