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Markt für Elektro-Hauswärmetechnik stabil

Nachricht vom 22.04.2010

Trotz der schwierigen Situation in der Bauwirtschaft und der allgemeinen wirtschaftlichen Krise hat sich der deutsche Markt für Elektro-Hauswärmetechnik im Jahr 2009 stabil gezeigt. Zum Jahresende wurde eine schwarze Null erreicht, der Gesamtumsatz im Inland lag bei etwa 460 Millionen Euro. Dies berichtete Karlheinz Reitze, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektro-Hauswärmetechnik, im Rahmen eines Presse­gesprächs am 12. April auf der Frankfurter Messe Light+Building. Weniger erfreulich stelle sich die Situation im Export dar. Während sich die Märkte in Asien langsam zu erholen scheinen, ist die Situation in einigen Ländern Europas und auch in USA weiterhin schwierig.

Die relativ guten Geschäftsentwicklungen im Bereich der klassischen Technologien Elektro-Warmwasser und Elektro-Heizungen 2009 gingen im Wesentlichen auf Ersatzgeschäft zurück. Beim Absatz von Wärmepumpen hat sich der rasante Aufschwung der vergangenen Jahre verlangsamt. Der Verkauf von Heizungswärmepumpen begann 2009 vielversprechend, bereits in der zweiten Jahreshälfte waren die Absatzzahlen jedoch rückläufig.

Das Jahr 2010 startete verhalten, derzeit ist wieder eine leicht erhöhte Nachfrage spürbar. Das liegt unter anderem daran, dass der Ölpreis wieder ansteigt und dass die Themen Heizkosten und Energiesparen bei den Verbrauchern durch die Kälteperiode im Januar und Februar noch sehr bewusst sind. „Wir erwarten deshalb für dieses Jahr insgesamt eine positive Entwicklung“ so Karlheinz Reitze weiter. „Den Durchbruch erreichen wir aber nur, wenn es gelingt, die vorhandene Kaufzurückhaltung schnellstmöglich aufzulösen.“

Energiesparen und Klimaschutz braucht Förderung

In Deutschland gibt es nach Brancheninformationen derzeit einen Bestand von etwa 17 Millionen Heizungen, davon sind nur etwa zwölf Prozent weniger als zehn Jahre alt. 70 Prozent sind zwischen zehn und 24 Jahre alt und ungefähr 18 Prozent sind sogar älter als 24 Jahre. Die Bundesregierung solle deshalb weiterhin Anreize zur Erneuerung und damit zum Energiesparen setzen. Das Gegenteil passiere aber derzeit. Das Marktanreizprogramm der Bundesregierung als zentrales Aufbauinstrument für Erneuerbare Energien im Wärmebereich steht kurzfristig vor einem Bewilligungs- bzw. Programmstopp. Nach Auffassung des ZVEI-Fachverbands Elektro-Hauswärmetechnik ist das kontraproduktiv. Die vorhandene Förderung müsse aufgestockt und gleichzeitig vereinfacht werden.

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